Deine Kontakte auf LinkedIn — gehören die dir?

Deine Kontakte auf LinkedIn — gehören die dir?
Die ehrliche Antwort ist nein, und das ist keine Kritik an LinkedIn. So funktioniert jede Plattform: Sie stellt die Beziehung her, und sie behält sie. Wird ein Konto gesperrt — versehentlich, automatisch, irrtümlich — sind nicht nur die Beiträge weg. Weg ist die Liste. Und niemand schickt sie dir vorher zu.
Für die meisten Firmen ist das die grösste ungesicherte Position im ganzen Betrieb, und sie taucht in keiner Risikoliste auf. Man merkt sie erst, wenn man einmal versucht, dieselben Leute ohne die Plattform zu erreichen.
Der Unterschied ist einfach: Gemietet ist alles, was jemand anderes abschalten kann — Follower, Gruppen, Anzeigenkonten. Besessen ist, was auf deiner eigenen Adresse liegt: eine Mailliste, eine Website, ein Feed, den jeder abonnieren kann.
Ehrlich, was uns betrifft: LinkedIn ist bis heute unser grösster Kanal, und genau darum ist es unsere grösste Mietposition. Wir schreiben jeden Beitrag zuerst auf die eigene Seite und verlinken von dort — und die kurzen Notizen laufen zusätzlich über offene Netze, die niemand abschalten kann.
Der erste Schritt kostet einen Nachmittag: Exportiere deine Kontakte, solange du es kannst. Dann leg eine Liste an, die dir gehört, und schreib den ersten Text hinein. Auch wenn es nur zwanzig Adressen sind — zwanzig, die dir niemand wegnehmen kann.














