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Kurze Notizen aus dem laufenden Umbau — ungefiltert und in Echtzeit. Die langen Geschichten erscheinen weiterhin im Blog.

Der automatische Roh-Feed läuft im Ticker — auch als App.

heuteDeine Kontakte auf LinkedIn — gehören die dir?gesternWeisst du, welche Daten deine Firma sammelt?vor 2 TagenWenn dein Anbieter morgen zumacht — kannst du deine Daten noch lesen?vor 3 TagenWem gehört der Login, mit dem deine Firma arbeitet?vor 4 TagenWie lange stehst du still, wenn dein Anbieter abstellt?

11. September 2026· heute

Deine Kontakte auf LinkedIn — gehören die dir?

Dot-Matrix-Piktogramm zum Beitrag: Deine Kontakte auf LinkedIn — gehören die dir?

Deine Kontakte auf LinkedIn — gehören die dir?

Die ehrliche Antwort ist nein, und das ist keine Kritik an LinkedIn. So funktioniert jede Plattform: Sie stellt die Beziehung her, und sie behält sie. Wird ein Konto gesperrt — versehentlich, automatisch, irrtümlich — sind nicht nur die Beiträge weg. Weg ist die Liste. Und niemand schickt sie dir vorher zu.

Für die meisten Firmen ist das die grösste ungesicherte Position im ganzen Betrieb, und sie taucht in keiner Risikoliste auf. Man merkt sie erst, wenn man einmal versucht, dieselben Leute ohne die Plattform zu erreichen.

Der Unterschied ist einfach: Gemietet ist alles, was jemand anderes abschalten kann — Follower, Gruppen, Anzeigenkonten. Besessen ist, was auf deiner eigenen Adresse liegt: eine Mailliste, eine Website, ein Feed, den jeder abonnieren kann.

Ehrlich, was uns betrifft: LinkedIn ist bis heute unser grösster Kanal, und genau darum ist es unsere grösste Mietposition. Wir schreiben jeden Beitrag zuerst auf die eigene Seite und verlinken von dort — und die kurzen Notizen laufen zusätzlich über offene Netze, die niemand abschalten kann.

Der erste Schritt kostet einen Nachmittag: Exportiere deine Kontakte, solange du es kannst. Dann leg eine Liste an, die dir gehört, und schreib den ersten Text hinein. Auch wenn es nur zwanzig Adressen sind — zwanzig, die dir niemand wegnehmen kann.

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10. September 2026· gestern

Weisst du, welche Daten deine Firma sammelt?

Dot-Matrix-Piktogramm zum Beitrag: Weisst du, welche Daten deine Firma sammelt?

Weisst du, welche Personendaten deine Firma sammelt? Die meisten nicht.

Nicht aus Nachlässigkeit. Sondern weil sie sich verteilen: ein Formular auf der Website, ein Newsletter-Werkzeug, ein CRM, drei Excel-Listen auf verschiedenen Laptops, die Buchhaltung. Jedes für sich harmlos. Zusammen ergibt es ein Bild, das in der Firma noch nie jemand am Stück gesehen hat.

Der Test dauert eine Stunde und braucht keinen Juristen. Setz dich hin und schreib auf, wo Personendaten liegen. Nicht, was erlaubt ist — nur wo. Die meisten hören nach der Hälfte auf, weil die Liste länger wird als erwartet. Genau das ist das Ergebnis.

Denn erst diese Liste macht die üblichen Fragen beantwortbar. Wer darf darauf zugreifen? Was passiert, wenn jemand Auskunft verlangt? Was löschst du, wenn ein Kunde geht — und wo überall? Ohne die Liste sind das Vermutungen, mit ihr sind es Aufgaben.

Bei uns hängt an jedem Ort, an dem Personendaten liegen, ein Eintrag mit Zweck und Frist. Nicht weil es schön aussieht, sondern weil ein Agent, der für uns arbeitet, sonst nicht wissen könnte, was er anfassen darf.

Datenschutz fängt nicht bei der Erklärung auf der Website an. Er fängt bei der Frage an, was du überhaupt hast. Fang mit einer Zeile an: dem Formular auf deiner Startseite.

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9. September 2026· vor 2 Tagen

Wenn dein Anbieter morgen zumacht — kannst du deine Daten noch lesen?

Dot-Matrix-Piktogramm zum Beitrag: Wenn dein Anbieter morgen zumacht — kannst du deine Daten noch lesen?

Wenn dein wichtigster Anbieter morgen zumacht — kannst du deine Daten dann noch lesen?

Die meisten sagen ja und meinen damit: «Es ist ja alles gesichert.» Gesichert ist es meistens auch. Nur liegt die Sicherung im System des Anbieters, in einem Format, das nur dieses System öffnet. Das ist eine Kopie im selben Sinn, in dem ein Ersatzschlüssel im abgeschlossenen Auto ein Ersatzschlüssel ist.

Der Unterschied ist das Format, nicht der Ort. Eine Rechnung als PDF kannst du in zehn Jahren noch öffnen. Ein Datenbankabzug, den nur die Software des Anbieters versteht, ist genau so lange etwas wert, wie es diese Software gibt. Bei Verträgen, Buchhaltung und Kundendaten ist das der Unterschied zwischen einem Archiv und einem Versprechen.

Bei uns liegen Mailarchiv und Dokumente in offenen Formaten auf eigenen Servern, und gesucht wird darin auf eigener Hardware — dieselbe Suche lief auch am 4. September weiter, als die grossen KI-Dienste ausfielen.

Ehrlich, was uns betrifft: Wir mieten Blech bei einem Hoster, wir kaufen Cloud-Dienste zu. Der Unterschied ist, dass bei jedem vorher entschieden ist, wie die Kopie aussieht und wie lange der Umzug dauert.

Der Test dauert zehn Minuten und du kannst ihn heute machen: Nimm ein System, exportiere alles, öffne die Datei auf einem anderen Rechner. Geht sie nicht auf, hast du keine Kopie — du hast ein Abonnement.

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8. September 2026· vor 3 Tagen

Wem gehört der Login, mit dem deine Firma arbeitet?

Dot-Matrix-Piktogramm zum Beitrag: Wem gehört der Login, mit dem deine Firma arbeitet?

Wem gehört der Login, mit dem deine Firma jeden Morgen anfängt?

Die meisten müssen kurz überlegen. Der Zugang hängt an einem Konto bei einem grossen Anbieter, das Konto hängt an einer Mailadresse, und die Mailadresse hängt am selben Anbieter. Solange alles läuft, merkt das niemand. Es fällt an dem Tag auf, an dem ein Konto gesperrt wird — und dann ist es keine IT-Frage mehr, sondern eine Betriebsfrage.

Ein Beispiel, das gerade viele in der Schweiz betrifft: Im Kanton Zürich lief am 1. September die Frist ab, sich bei justitia.swiss zu registrieren — der Plattform für den elektronischen Rechtsverkehr. Die Anmeldung läuft über AGOV. Der bequeme Weg dorthin ist eine App, die auf Google-Diensten aufsetzt. Wer die nicht will, nimmt einen Sicherheitsschlüssel zum Anstecken; es gibt ihn ab rund 26 Franken, und gebaut wird er unter anderem in der Schweiz. Der eine Weg ist bequem, der andere hängt an niemandem. Beide funktionieren.

Das ist der ganze Punkt: Souveränität ist keine Frage, wo etwas steht. Sie ist die Frage, ob dein Zugang überlebt, wenn du das fremde Konto verlierst.

Ehrlich, was uns betrifft: Unsere Domains liegen bei einem US-Registrar, und unsere Sichtbarkeit auf LinkedIn ist gemietet wie bei allen anderen. Der Unterschied ist nicht, dass wir das vermeiden — wir wissen bei jedem Punkt, wie wir da wieder wegkommen und wie lange es dauert.

Der erste Schritt kostet eine halbe Stunde: Schreib auf, wer welchen Zugang hat — Menschen und Maschinen in derselben Liste. Daneben, pro Zeile, an welchem fremden Konto dieser Zugang hängt. Die Zeilen ohne Antwort sind die guten.

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7. September 2026· vor 4 Tagen

Wie lange stehst du still, wenn dein Anbieter abstellt?

Dot-Matrix-Piktogramm zum Beitrag: Wie lange stehst du still, wenn dein Anbieter abstellt?

Wie viele Tage steht deine Firma still, wenn dein wichtigster Anbieter morgen abstellt?

Kaum jemand kennt diese Zahl. Sie steht in keinem Vertrag, sie taucht in keinem Budget auf, und gefragt wird sie meistens an dem Tag, an dem es zu spät ist. Am 4. September war so ein Tag: ChatGPT, Claude und Grok fielen weltweit gleichzeitig aus.

In der Geschäftsleitung zählt an so einem Tag nur, wie schnell du ohne diesen Anbieter wieder arbeitest. Ein Tag ist ärgerlich. Zwei Wochen sind ein Geschäftsrisiko — und der Unterschied zwischen beidem ist keine technische Frage, sondern eine Entscheidung, die vorher jemand getroffen haben muss.

Bei uns lief an diesem Donnerstag weiter, was im eigenen Haus rechnet: die Mail-Einsortierung, die Suche im Firmenarchiv, das Diktat. Seit Juli ohne Unterbruch. Nicht weil wir Cloud-Dienste meiden — wir kaufen sie selber zu — sondern weil bei jedem vorher entschieden ist, wie lange wir ohne ihn auskommen.

Der Test dauert zehn Minuten und braucht keinen Berater: Schreib deine fünf wichtigsten Dienste auf. Daneben, für jeden, eine Zahl — wie viele Tage, bis ihr ohne ihn wieder arbeitsfähig seid. Die Zeile mit der grössten Zahl ist dein nächstes Projekt.

Welche Zahl steht bei dir zuoberst? Schreib uns zwei Zeilen — wir sagen dir, was sich davon in vier Wochen halbieren lässt.

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Ältere Notizen

September 2026

05.09.2026Die Belegjagd fällt aus

Woran hängt ein Halbjahresabschluss? Nicht an der Buchhaltung.

An den Belegen, die noch fehlen. Kreditkartenbelege, Abo-Rechnungen, Spesen — jeder in einem anderen Portal, hinter einem anderen Passwort. Der Treuhänder wartet nicht auf Zahlen, er wartet auf Papier. Und das Einsammeln kostet dich einen halben Tag, den du nicht hast.

Diesen Montag stand diese Liste bei uns an. Abgearbeitet hat sie ein Agent, in einem einzigen Durchlauf: bei drei Portalen angemeldet — ohne ein einziges Passwort zu sehen, die bleiben im Tresor. Das eigene Mail-Archiv nach Rechnungen durchsucht, 34 Belege zusammengetragen, alle gleich benannt (Datum, Anbieter, Betrag), abgelegt, wie der Treuhänder es will. Und gemeldet, welche zehn Posten noch fehlen — statt dass es im Oktober jemandem auffällt.

34 Belege, 90 Minuten, null Passwörter gesehen. Der einzige Handgriff von Menschenhand: die Antwortmail an den Treuhänder prüfen und GO sagen. Der Samstag gehört wieder dir.

Was steht auf deiner Abschluss-Pendenzenliste? Schreib uns zwei Zeilen — wir sagen dir, was sich davon abgeben lässt.

Zum Durchblättern — die fünf Seiten dazu:

Seite 1: Woran hängt dein Halbjahresabschluss?

Seite 2: Die Pendenzenliste vom Treuhänder

Seite 3: Diesen Montag hat das ein Agent erledigt

Seite 4: Ein Ordner, fertig sortiert

Seite 5: 90 Minuten Agent, ein GO vom Menschen

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04.09.2026Wer schützt deine Passwörter vor deiner AI?

Wer schützt deine Passwörter vor deiner AI?

Du meldest dich zehnmal am Tag an. Passwort, Face ID, Fingerabdruck — sonst läuft nichts. Selbstverständlich.

Und dann lässt du einen AI-Agenten für dich arbeiten. Der braucht dieselben Konten: Mail, Buchhaltung, Kundendaten. Die meisten geben ihm dafür einfach die Passwörter.

Bei uns sieht der Agent nie eines. Er fragt an, ein Mensch gibt frei, ein Tresor füllt aus. Der Agent bekommt das Ergebnis, nicht den Schlüssel. Und der Tresor steht auf eigenen Servern, in der Schweiz.

Das ist kein Sicherheits-Schmuck. Das ist die Bedingung dafür, dass ein Agent überhaupt an echte Systeme darf. Wie das funktioniert: AI ohne Schlüssel.

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03.09.2026Warum musst du dreimal telefonieren, um einen Preis zu erfahren?

Warum musst du dreimal telefonieren, um einen Preis zu erfahren? Musst du nicht.

Der übliche Ablauf: Formular ausfüllen. Zwei Tage später ruft jemand an und stellt Fragen. Dann ein Termin. Dann die Offerte. Du wolltest eine Zahl, bekommen hast du einen Verkaufsprozess.

Wir haben uns gefragt, warum wir das selbst so machen sollten — und keine gute Antwort gefunden. Also steht der Preis auf der Website. Acht Fragen, 60 Sekunden, ehrliche Spanne, direkt am Bildschirm. Kein Rückruf, kein Verkaufsgespräch.

Ein Preis, den man erst nach zwei Sitzungen erfährt, ist kein Preis. Das ist eine Verhandlungsposition. Probier es aus: Webanalyse-Rechner.

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02.09.2026Wie schnell findest du einen Vertrag von 2019? Ehrlich.

Wie schnell findest du einen Vertrag von 2019? Ehrlich.

Erst der Ordner auf dem Laufwerk. Dann die Mail-Anhänge. Dann fragst du die Kollegin, ob sie noch weiss, wo das lag. Nach zwanzig Minuten hast du eine Datei — und bist nicht sicher, ob es die letzte Fassung ist.

Diese zwanzig Minuten kosten nichts, sagt die Buchhaltung. Sie kosten nur jeden Tag, bei jedem, und niemand verrechnet sie.

Bei uns tippt man die Frage in den Firmen-Chat und bekommt die Antwort mit Quellenangabe. Eine Minute. Auch für Papier: aufs Scannerglas legen reicht, eine Minute später ist es befragbar.

Fang mit einem einzigen Ordner an, nicht mit dem ganzen Archiv. Der Rest kommt von selbst, sobald das erste Mal jemand etwas findet. Wie wir Altbestände angehen: Altlasten.

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01.09.2026Wer besucht deine Website wirklich? Dein Tool weiss es nicht.

Wer besucht deine Website wirklich? Dein Tool weiss es nicht.

500 Besucher diesen Monat, sagt das Dashboard. Klingt gut. Nur: Ein Teil davon sind Bots, die niemand herausrechnet. Ein anderer Teil hat den Cookie-Banner weggeklickt und taucht gar nie auf. Und die Daten liegen bei einem Werbekonzern in den USA.

Übrig bleibt eine Zahl, auf die du keine Entscheidung stützen kannst. Trotzdem steht sie in jedem Monatsreport.

Es geht anders: anonym zählen, ehrlich auswerten, gehostet in der Schweiz. Ohne Banner, weil es nichts einzuwilligen gibt. Genau so messen wir unsere eigene Website — die Zwei-Monats-Bilanz vom Sonntag ist damit entstanden.

Wie viele deiner Marketing-Zahlen würdest du unterschreiben, wenn du wüsstest, wie sie entstanden sind? Rechner und Paket: Webanalyse.

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August 2026

31.08.2026Wie viele Stunden kostet dich ein einziger Blogbeitrag?

Wie viele Stunden kostet dich ein einziger Blogbeitrag? Mit Bild, Ton und Verteilung in alle Kanäle.

Schreiben ist das Wenigste. Danach kommt das Bild. Dann die Hörfassung. Dann viermal dasselbe in vier Kanäle, jedes Mal anders zugeschnitten. Ein halber Tag — und der Text war nach einer Stunde fertig.

Bei uns ist das ein Auftrag. Der Beitrag, sein Bild, die Hörfassung, die Meldungen in den Kanälen: dieselbe Maschine, ein Durchlauf. Auch dieser Eintrag hier wurde von ihr eingeplant — Wochen im Voraus, an einem einzigen Planungstag.

Wir verkaufen nichts, was bei uns nicht im Tagesbetrieb läuft. Wie das für dein Marketing aussieht: Kanäle, die dir gehören.

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30.08.2026Was kostet in einem Streitfall am meisten? Nicht der Anwalt.

Was kostet in einem Streitfall am meisten? Nicht der Anwalt. Das Sortieren.

Ein Ordner. 2’400 Seiten. Vier Jahre Verlauf. Verträge, Nachträge, Rechnungen, Mailwechsel, ein paar Fotos vom Handy. Bevor irgendjemand über Recht und Unrecht spricht, muss das jemand lesen und in eine Ordnung bringen. Diese Arbeit wird nach Stunden abgerechnet — und sie ist die langweiligste im ganzen Verfahren.

So sieht der Ordner aus, nachdem eine Maschine jede Seite gelesen hat:

  • 12 Verträge und Nachträge, davon 3 ohne Unterschrift
  • 87 Rechnungen und Zahlungsbelege, 4 davon doppelt verbucht
  • 1’930 E-Mails im Verlauf, 61 davon zur Sache
  • 220 gescannte Seiten, teils von Hand geschrieben, alle gelesen

Interessant wird es dort, wo aus Dokumenten eine Reihenfolge wird. Tag 0 sagt die Gegenseite die Lieferung schriftlich zu. Tag 14 relativiert sie das in einer Mail — widerruft aber nie. Tag 31 zahlt sie eine erste Rate, ohne Vorbehalt. Tag 96 mahnt sie, gestützt auf einen Nachtrag, den nur eine Seite unterschrieben hat. Tag 214 liegt das Rechtsbegehren im Briefkasten, gestützt auf genau die Zusage von Tag 0.

Am Ende steht kein Ordner, sondern ein Verzeichnis. Nummeriert, zitierfähig, jede Zeile mit Fundstelle. Nr. 9 ist der einseitige Nachtrag. Nr. 12 ist der Zahlungsbeleg, der ihm widerspricht. Dein Anwalt fängt dort an, wo er sonst nach zwei Wochen wäre.

Der Fall oben ist erfunden. Namen, Daten und Beträge stimmen mit keinem echten Dossier überein — die Arbeitsweise schon. Und das Wichtigste daran: die Akte verlässt das Haus nicht. Keine Verträge, keine Kundendaten, keine Lohnabrechnungen gehen an einen Anbieter im Ausland.

Dasselbe funktioniert ausserhalb vom Recht genauso: eine Buchhaltung gegenlesen, Belege zu Zahlungen zuordnen, herausfinden, wer wann was zugesagt hat.

Hast du so einen Ordner liegen? Schreib uns, was drin ist — wir sagen dir, was sich daraus machen lässt.

Zum Durchblättern — die fünf Seiten aus dem Fall:

Seite 1: Was kostet in einem Streitfall am meisten? Nicht der Anwalt.

Seite 2: Der Ordner in Zahlen

Seite 3: Wer hat wann was gesagt — die Chronologie

Seite 4: Das zitierfähige Verzeichnis

Seite 5: Die Akte verlässt das Haus nicht

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29.08.2026Wie viele Software-Abos bezahlt deine Firma? Mehr, als sie nutzt.

Wie viele Software-Abos bezahlt deine Firma? Mehr, als sie nutzt.

Pro Kopf. Pro Monat. Pro Modul. Dazu das Werkzeug, das nur eine Person wirklich braucht, und das andere, das seit dem Projektende von 2023 stillschweigend mitläuft.

Die Rechnung wächst leise, weil Aufräumen niemandes Job ist. Und weil jede einzelne Position zu klein ist, um jemandem aufzufallen.

Wir bauen Firmen ihre Werkzeuge selbst. Einmal, passgenau, ohne Abo pro Klick. Auf eigenen Servern, in der Schweiz. Das lohnt sich nicht bei jedem Werkzeug — aber bei den drei, vier, die den Alltag tragen, fast immer.

Der erste Schritt kostet eine Stunde: Liste alle Abos auf, sortiert nach «wird genutzt» und «wird bezahlt». Die Differenz ist dein Budget für den Umbau. Wie wir das angehen, steht unter Altlasten.

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24.08.2026Morgen sperrt LinkedIn dein Konto. Und jetzt?

Morgen sperrt LinkedIn dein Konto. Und jetzt?

Alles weg. Die Follower, die du in Jahren aufgebaut hast, waren nie deine — du hast sie gemietet. Die Adressen kennst du nicht.

Ein Newsletter gehört dir. Eine eigene Website gehört dir. Der Rest ist Schaufenster, und Schaufenster kann man kündigen.

Wie wir das bei uns gelöst haben — Nabe und Speichen, was uns gehört und was wir nur leihen — steht im Beitrag Kanäle, die dir gehören. Die Prüffrage für deine Firma: Wenn dein wichtigster Kanal morgen die Regeln ändert — was bleibt dir?

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22.08.2026Wo fängt deine Firma mit AI an? Klein.

Wo fängt deine Firma mit AI an? Klein.

Nicht mit der Strategie, die ein halbes Jahr dauert. Nicht mit dem Werkzeug, das alles kann und das nach drei Monaten niemand mehr öffnet.

Nimm den einen Prozess, der dich heute nervt. Posteingang. Offerten. Ablage. Vier Wochen, ein messbares Ergebnis — dann den nächsten.

Der Grund ist unromantisch: Einen kleinen Prozess kann man vollständig verstehen. Ein Grossprojekt nicht. Und was man nicht versteht, kann man nicht automatisieren, sondern nur einkaufen.

So wird eine Firma AI-nativ — Schritt für Schritt, nicht auf einen Schlag. Welcher Prozess nervt dich diese Woche am meisten? Das ist deiner.

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21.08.2026Kreditkartenabrechnung schon gemacht? Bei uns automatisch.

Die Kreditkartenabrechnung kommt, und die Belege dazu liegen überall: im Postfach zwischen Newslettern, als Scan, irgendwo in der Ablage. In jeder Firma sucht dann jemand eine Stunde.

Bei uns macht das eine Grafikkarte im eigenen Büro. Sie liest Betrag, Datum und Absender aus der Mail, legt den Beleg dorthin, wo er hingehört — 1,3 Sekunden pro Beleg. Kein Beleg verlässt das Haus.

Das ist kein Versprechen, sondern gemessen — auf unserer eigenen Buchhaltung, jede Antwort von Hand geprüft: Felder herauslesen 97 % exakt, 100 echte Mails einsortieren 92 % richtig, Papierbelege abtippen 92,9 %. In 4 von 5 Disziplinen lag die Grafikkarte vor Claude Fable 5, dem Spitzenmodell aus der Cloud. Alle Zahlen und alle Haken stehen im LAB-Report von gestern.

Willst du das für deine Firma? Ich begleite dich gerne zu diesem Resultat.

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07.08.2026Webanalyse ohne Cookie-Banner — jetzt als Leistung

Der mit Abstand meistdiskutierte Beitrag unserer Kanäle war keine Produktankündigung, sondern ein Bauentscheid: diese Website hat keinen Cookie-Banner. Gestern ist dazu der ausführliche Beitrag erschienen — wie das technisch und rechtlich funktioniert, und was man bewusst aufgibt.

Die häufigste Rückfrage seither, öffentlich wie privat: «Geht das auch bei uns?» Die Antwort ist in den meisten Fällen: ja. Der Banner ist nur dort Pflicht, wo Besucher verfolgt werden — wer stattdessen anonym zählt, hat nichts zu fragen. Was für bessere Inhalte und messbares Marketing nötig ist, liefert eine cookielose Messung vollständig.

Deshalb gibt es das jetzt als Leistung: Webanalyse ohne Cookie-Banner — selbst gehostete Analyse (Umami) auf Schweizer Hosting oder eurer eigenen Infrastruktur, Umzug von Google Analytics inklusive, am Ende verschwindet der Zustimmungsdialog. Zum Fixpreis, eingerichtet so, wie wir es selbst betreiben — diese Website ist die Referenz.

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05.08.2026Zwei Drittel unserer «Besucher» waren Maschinen

Unser Dashboard meldete Besucher aus den USA — nachts um zwei. Beim genaueren Hinsehen: Chrome auf «Windows 7», null Sekunden Verweildauer, und sämtliche Zugriffe aus demselben Azure-Rechenzentrum in Virginia.

Also haben wir eine Woche lang jede einzelne Session geprüft. Ergebnis: 107 «Besuche» laut Rohzählung — 29 Menschen. Zwei Drittel unseres Traffics waren Crawler, die JavaScript ausführen und damit jeden üblichen Bot-Filter passieren. Im KI-Zeitalter ist das der Normalfall: Maschinen lesen für Maschinen, und die Statistik zählt sie brav als Publikum.

Unsere Konsequenz: Wir zählen seither engagement-basiert. Als Mensch gilt eine Session erst ab zehn Sekunden Verweildauer oder einer echten Interaktion — und der wöchentliche Rapport weist Bots und Menschen getrennt aus, mit Absicht. Kleinere Zahlen, aber wahre.

Möglich ist diese Prüfung überhaupt nur, weil wir unsere Messung selbst betreiben — cookielos, ohne Banner, jede Session einsehbar. Bei einer Blackbox-Statistik hätten wir den nächtlichen Windows-7-Besuchern nie auf den Zahn fühlen können. Warum das auch rechtlich der entspanntere Weg ist, erzählt diese Woche der Blog.

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Juli 2026

31.07.2026Jede Arbeitsstunde weiss selbst, zu welchem Projekt sie gehört

Neben dem Monitoring-Punkt in unserer Taskleiste steht eine Zahl: die Arbeitsstunden von heute, live mitgezählt. Niemand hat dafür eine Stoppuhr gestartet — und niemand wird am Freitag einen Stundenzettel rekonstruieren müssen.

Das Prinzip dahinter ist bestechend einfach: Gearbeitet wird immer im Verzeichnis des jeweiligen Projekts — also weiss jede Arbeitssession von selbst, wohin sie gehört. Ein kleiner Dienst wertet die Arbeitsprotokolle stündlich aus und führt das Buch: Stunden pro Projekt, Ansatz, und — weil bei uns ein KI-Agent mitarbeitet — auch dessen Kosten, tokengenau dem richtigen Projekt zugewiesen. Kein Timer, kein Nachtragen, keine Schätzungen am Monatsende.

Das Wochenbild liefert ein Dashboard: welches Mandat wie viele Stunden bekam, was die KI dabei gekostet hat, was abrechenbar ist. Die ehrliche Antwort auf «Was kostet eine KI-Stunde wirklich?» steht damit jederzeit drin — nicht als Bauchgefühl, sondern als Buchung.

Für Kunden heisst das: Abrechnungstransparenz, die nicht auf Erinnerung beruht. Wie das im Alltag aussieht, zeigt die Station «Der Rechner passt mit auf» in unserer neuen Seite So arbeiten wir — die Stundenzahl ist dort im Taskleisten-Bild bereits zu sehen.

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29.07.2026Unser Server blockt Angreifer, die ihn nie angegriffen haben

Fünfzehn Jahre lang hiess der Standard-Türsteher für Linux-Server fail2ban: Er liest die eigenen Logs, zählt Fehlversuche und sperrt, wer zu oft an der Tür rüttelt. Solide — aber er kennt nur die Angreifer, die bei uns anklopfen.

Diesen Monat haben wir ihn auf unserer Flotte durch CrowdSec ersetzt. Das Prinzip ist dasselbe, mit einem entscheidenden Zusatz: Erkannte Angriffe werden — als reine IP-Meldung, ohne Logs oder Inhalte — mit einer weltweiten Community geteilt, und im Gegenzug bezieht der Server die Sperrliste aus allen Meldungen. Wer irgendwo auf der Welt auffällig wurde, wird bei uns abgewiesen, bevor der erste Versuch überhaupt gelingt. Nachbarschaftswache statt Einzelkämpfer.

Der Umstieg war unspektakulär — bis auf zwei Stolpersteine, die wir gerne weitergeben: Die lokale API wollte denselben Port wie ein Docker-Dienst (Abhilfe: Port verschieben, dann erst den Firewall-Bouncer installieren). Und das aktuelle Debian schreibt kein klassisches auth.log mehr — der Einrichtungsassistent erkennt das und liest stattdessen korrekt das System-Journal.

Warum kein Virenscanner, kein schwergewichtiges Intrusion-Detection-System, und was eine Ein-Personen-Flotte wirklich braucht — die grössere Sicherheits-Geschichte folgt als eigener Blogbeitrag.

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22.07.2026Der erste Alarm kam nach neunzig Sekunden — und war echt

Seit dieser Woche zeigt die Taskleiste des Notebooks einen kleinen Punkt: grün heisst, auf unserem Server ist alles in Ordnung. Rot heisst, etwas ist kaputt — und eine Computerstimme sagt es zusätzlich laut an, damit es nicht im Augenwinkel verhungert.

Der Prüfdienst schaut alle zwei Minuten nach den Diensten, den Festplatten und dem nächtlichen Backup. Neunzig Sekunden nach der Inbetriebnahme kam der erste Alarm — und er war echt: Das Backup der letzten Nacht war fehlgeschlagen. Still und unbemerkt — die Sicherung selbst war da, aber der Aufräumschritt hing an einer verwaisten Sperre vom Vorabend fest.

Ohne den Punkt hätten wir das erst gemerkt, wenn wir das Backup gebraucht hätten. Also im dümmsten aller Momente. So war es nach fünf Minuten repariert und gegen Wiederholung gehärtet.

Selbst gehostet heisst selbst verantwortlich — aber nicht allein: Der Rechner passt mit auf. Wie die ganze Kette funktioniert, vom Prüfskript über das VPN bis zur Sprachausgabe, erzählen wir demnächst ausführlicher im Blog.

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20.07.2026Sonntags auch im Postfach

Seit Anfang Juli existiert er schon, angekündigt haben wir ihn nie: unser Newsletter. Zeit, das nachzuholen.

Wer ihn abonniert, bekommt neue Blogbeiträge und die Sonntagsausgabe als E-Mail — mehr nicht. Keine «Angebote», keine dritte Partei, die mitliest: Die Liste läuft auf unserem eigenen Server (Listmonk, open source), die Mails verlassen unser eigenes Haus, und das Abo endet mit einem Klick auf den Abmeldelink. Double-Opt-in, versteht sich — niemand landet ungefragt auf der Liste.

Das Anmeldefeld findet sich unter jedem Blogbeitrag.

Und weil ein Newsletter mehr können soll, als Bestehendes nachzuliefern, arbeiten wir an einem kleinen Vorsprung: Abonnenten lesen neue Beiträge künftig drei Tage vor allen anderen. Als Dankeschön — nicht als Bezahlschranke.

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18.07.2026Signiert wie ein NFT — nur ohne Blockchain

Seit dieser Woche trägt jede Notiz hier ein eigenes Punktraster-Bild. Was dabei fast beiläufig entstanden ist: eine kleine Werkserie. Deterministisch aus einem Seed generiert — gleicher Seed, gleiche Pixel, beweisbar reproduzierbar — und jedes Werk als Edition 1/1 deklariert.

Bei «digitale Kunstwerke, Edition, Echtheit» denken viele sofort an NFTs. Wir haben uns die Frage ernsthaft gestellt — und uns dagegen entschieden. Denn was ein NFT technisch beweist, sind genau drei Dinge: wer ein Werk ausgegeben hat, wann, und wem es gehört. Alle drei gehen ohne Blockchain:

Wer: Jedes Werk hat ein Provenienz-Statement (Titel, Edition, Seed, SHA-256-Prüfsumme), signiert mit einem Ed25519-Schlüssel. Der öffentliche Schlüssel liegt auf dieser Website — die Prüfung ist ein Einzeiler mit Bordmitteln (ssh-keygen -Y verify).

Wann: Die Prüfsummen stehen in unserer Git-Historie, in Web-Archiven — und ab sofort in jedem Eintrag unseres RSS-Feeds. Tausende Feed-Reader und Archive werden so zu unabhängigen Zeitzeugen. Das ist das alte Notariatsprinzip «Anzeige in der Zeitung», nur maschinenlesbar.

Wem: Besitz wechselt per signiertem Übertragungs-Statement — so, wie der Kunstmarkt Fotografie und Videokunst seit Jahrzehnten handelt: Echtheitszertifikat statt Token. Die Knappheit garantiert nicht Mathematik, sondern Reputation. Bei einer Marke, die auf Nachvollziehbarkeit gebaut ist, ist das kein Nachteil.

Das vollständige Verzeichnis — jedes Werk mit Seed, Prüfsumme und Signatur — steht ab jetzt unter analytikdata.ch/works.

Und sollte Tokenisierung je sinnvoll werden: Die signierten Statements sind exakt die Metadaten, die ein Mint bräuchte. Wir verlieren nichts, wenn wir später entscheiden.

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17.07.2026Uns gibt es jetzt auch auf den offenen Netzen

Kurze Durchsage in eigener Sache: Diese Notizen — und die Blogbeiträge — erreichen Sie ab sofort auch ausserhalb der grossen Plattformen.

Bluesky: @analytikdata.ch — unsere Domain ist dort der Benutzername. Die Identität steckt im Protokoll, nicht in einem gekauften Häkchen.

Fediverse/Mastodon: @aktuell@social.anadat.ch — kein Konto auf einer fremden Plattform, sondern eine eigene Instanz: ein Knoten des Netzwerks, den wir selbst betreiben.

RSS: /news/rss.xml für diese Notizen, /rss.xml für den Blog — für alle, die Feeds nie aufgegeben haben. Zu Recht.

Es gibt dort nichts Exklusives und keine Wechselpredigt. Es sind dieselben Inhalte, verteilt von einem kleinen Dienst auf unserem eigenen Server — niemand tippt sie zweimal ab, und kein Algorithmus sortiert sie um.

Warum wir auf Kanäle setzen, die uns gehören — und was das für eine kleine Firma praktisch bedeutet —, wird Ende August ein eigener Blogbeitrag.

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15.07.2026Wenn der Rechner Pause macht, übernimmt die Marke

Der Bildschirmschoner auf diesem Rechner zeigt neuerdings das eigene Markenzeichen: das Punktraster-A, das Spalte für Spalte in ein D kippt und wieder zurück, begleitet von einer Scan-Linie — dieselbe Animation wie im Logo auf unserer Website, nur eben im Terminal statt im Browser.

Dazwischen tauchen die Piktogramme unserer Blogbeiträge auf, jedes in seiner Akzentfarbe:

Das schönste Detail: Der Bildschirmschoner kennt diese Zeichen gar nicht. Er liest sie beim Start aus demselben System, das unsere Blog-Cover erzeugt. Erscheint ein neuer Beitrag, läuft sein Zeichen ab dem nächsten Leerlauf über den Bildschirm — ohne dass jemand etwas nachpflegt.

Aufwand: gut 250 Zeilen Python, an einem Nachmittag zusammen mit dem KI-Agenten gebaut. Auch das Video oben ist nicht abgefilmt, sondern aus derselben Szenen-Logik gerendert wie der Bildschirmschoner selbst — die beiden können gar nicht auseinanderlaufen.

Warum der Aufwand für ein Leerlaufbild? Weil der Arbeitsplatz die meistgesehene Fläche einer kleinen Firma ist — im Café, im Termin, auf jedem Screenshot. Wie weit man dieses Prinzip treiben kann, wenn das ganze Erscheinungsbild als Code vorliegt, dazu bald mehr im Blog.

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13.07.2026Diese Website hat keinen Cookie-Banner

Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen — wahrscheinlicher aber nicht, und genau das ist der Punkt: Diese Website hat keinen Cookie-Banner.

Kein Versehen und keine Rechtslücke, sondern ein Bauentscheid. Der Banner ist nur dort Pflicht, wo eine Einwilligung nötig ist — und eine Einwilligung ist nur dort nötig, wo Besucher verfolgt werden. Wir verfolgen niemanden: keine Werbe-Cookies, kein Fingerprinting, keine Drittanbieter-Skripte.

Was wir trotzdem wissen: welche Seiten gelesen werden, woher Besucher kommen, welche Kampagne funktioniert. Das misst eine selbst gehostete, Cookie-lose Analytics-Lösung — anonym gezählt statt persönlich verfolgt. Für bessere Inhalte reicht das vollständig.

Der angenehme Nebeneffekt: Der erste Eindruck dieser Website ist ihr Inhalt, nicht ein Zustimmungsdialog.

Wie das technisch und rechtlich genau funktioniert — und was man dabei bewusst aufgibt — erscheint demnächst als ausführlicher Beitrag im Blog.

Denselben Aufbau richten wir übrigens auch für Kunden ein: Webanalyse ohne Cookie-Banner.

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13.07.2026Eine News-App ohne App Store — gebaut an einem Abend

Unser Ticker — die automatische Spur aus eigenen Beiträgen, Sicherheits-Patches und Presse-Fundstücken — hat eine eigene Seite bekommen: mit Tages-Trennern, Filtern («nur Patches» geht direkt per Link) und einer Markierung, was seit dem letzten Besuch neu ist.

Und weil News dorthin gehören, wo man sie haben will, gibt es den Feed jetzt in jeder Form: als RSS für den Feed-Reader, als Newsletter in vier Geschmacksrichtungen (pro Beitrag, pro Notiz, täglich, wöchentlich — Anmeldung unten auf jeder Seite), über Fediverse und Bluesky — und als App: Wer analytikdata.ch/ticker auf dem Handy öffnet, kann sie auf den Homescreen installieren. Eigenes Icon, eigenes Fenster, funktioniert auch kurz offline.

Der Teil, der uns selbst überrascht hat: Die App war der kleinste Posten des Abends. Kein App Store, keine Freigabeprozedur, keine Abgabe an eine Plattform — das offene Web bringt die ganze App-Infrastruktur längst mit, die meisten Firmen nutzen sie nur nie. Ein Manifest, ein kleines Skript für den Offline-Moment, fertig. Die längere Geschichte dazu folgt im Blog.

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11.07.2026Raus aus der eigenen Statistik

Unsere Besucherzahlen sind ehrlich gesagt noch klein. Und genau dann fällt etwas ins Gewicht: Wer den ganzen Tag an der eigenen Website baut, ist ihr treuester Besucher. Jeder Deploy-Check, jeder Blick auf einen neuen Beitrag — alles landet in der Statistik und verzerrt sie.

Also: sich selbst ausschliessen. Bei klassischen Analytics-Diensten gäbe es dafür einen Opt-out-Cookie. Nur — wir tracken bewusst cookielos (Umami, selbst gehostet, keine Personenprofile). Kein Cookie-Banner für euch, aber eben auch: kein Cookie, in den man einen Opt-out schreiben könnte.

Die Lösung ist fast enttäuschend einfach. Der Umami-Tracker respektiert ein Flag im localStorage des Browsers:

localStorage.setItem('umami.disabled', 1);

Dafür gibt es jetzt eine kleine, nirgends verlinkte Seite: einmal pro Gerät besuchen, fertig — der Browser zählt nicht mehr mit. Ein Knopf macht es rückgängig. Und weil das Ganze nur Tracking abschalten kann, ist es auch kein Geheimnis: analytikdata.ch/opt-out steht jedem offen, der beim Lesen nicht gezählt werden möchte. Passt zur Haltung.

Warum wir überhaupt messen — und was man ohne Überwachung alles messen kann (und was bewusst nicht) — dazu bald mehr im Blog.

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10.07.2026Wenn das Lieblingsmodell verschwindet

Beim Planen unseres KI-Cockpits kam die unbequeme Frage auf: Was passiert, wenn das Modell dahinter eingestellt wird — oder wir in einem Jahr lieber ein anderes wollen? Vielleicht ein chinesisches, vielleicht ChatGPT.

Unsere Antwort hat zwei Teile.

Teil 1: Das Wissen gehört uns, nicht dem Anbieter. Alles, was unsere Agenten wissen müssen — Entscheidungen, Runbooks, Inventare, sogar das Langzeitgedächtnis des Agenten — liegt als Markdown in Git. Kein proprietäres Format, keine Anbieter-Cloud. Fällt der Agent von heute weg, liest der von morgen dieselben Dateien und macht weiter. Struktur schlägt Intelligenz — auch beim Abschied.

Teil 2: Der Anbieter wird eine Config-Zeile. Das API-Format von Anthropic ist inzwischen De-facto-Standard: Mehrere Anbieter (GLM, Kimi, DeepSeek) bieten kompatible Endpunkte an, Übersetzer wie LiteLLM holen den Rest dazu (ChatGPT, Gemini). Unsere Werkzeuge zeigen deshalb künftig nicht auf den Anbieter, sondern auf einen eigenen Gateway:

# Welches Modell antwortet, entscheidet unsere Config — nicht der Anbieter
ANTHROPIC_BASE_URL=https://unser-eigener-gateway

Ehrlich gesagt: Ganz ohne Bindung geht es nie — die Agent-Werkzeuge selbst kommen von einem Anbieter, und jeder Wechsel kostet Gewöhnung. Aber es ist der Unterschied zwischen Umzug und Enteignung. Own your stack heisst eben auch: own your exit.

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09.07.2026Neues Terminal, eine Taste bis zum Agenten

Auf diesem Rechner beginnt fast jede Arbeitssitzung gleich: Terminal auf, KI-Agent starten. Wenn der erste Befehl des Tages immer derselbe ist, sollte er genau einen Tastendruck kosten.

Deshalb begrüsst jedes neue Terminal jetzt mit einem kleinen Menü:

Ein frisches Terminal mit dem Quick-Launch-Menü: nummerierte Kurzbefehle von «paste clipboard» bis btop

Ziffer tippen, Enter, los. Technisch ist das unspektakulär — und genau das ist der Punkt. Es sind Bash-Aliase (ja, 1 ist ein gültiger Alias-Name) plus eine kleine Funktion, die das Menü nur in frischen Terminals anzeigt, nicht in verschachtelten Shells (hier gekürzt):

alias 1='claude --dangerously-skip-permissions'
alias 2='claude --continue --dangerously-skip-permissions'
alias 3='claude --resume --dangerously-skip-permissions'

quick_menu() {
  echo "Quick launch  (type ? to show again)"
  echo "  1  claude (skip permissions)"
  echo "  2  claude --continue (resume last session)"
  echo "  3  claude --resume (pick a session)"
}
alias ?='quick_menu'

[[ $SHLVL -le 1 ]] && quick_menu

Rund zwanzig Zeilen Bash. Der Agent hat sie selbst geschrieben, getestet (inklusive der Frage, welche Shell-Verschachtelungstiefe ein frisches Terminal unter Hyprland tatsächlich hat) und im Inventar dokumentiert — Aufwand: ein paar Minuten Zuruf im Chat.

Ein ehrlicher Hinweis gehört dazu: Taste 1 startet den Agenten im autonomen Modus, also ohne Rückfragen bei einzelnen Aktionen. Auf einer eigenen, verschlüsselten Maschine, auf der alles Wichtige in Git liegt, ist das ein bewusster Tausch von Kontrolle gegen Geschwindigkeit. Man sollte ihn bewusst machen — deshalb steht er hier.

Solche Handgriffe fallen bei uns täglich an. Einzeln sind sie zu klein für einen Blogbeitrag — deshalb gibt es ab jetzt diese Rubrik: kurze Notizen aus dem laufenden Umbau, ungefiltert und in Echtzeit. Die langen Geschichten erscheinen weiterhin im Blog.

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