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Kurze Notizen aus dem laufenden Umbau — ungefiltert und in Echtzeit. Die langen Geschichten erscheinen weiterhin im Blog.

Der automatische Roh-Feed läuft im Ticker — auch als App.

heuteKann eine KI deine ganze Akte auf einmal lesen?vor 2 TagenWo fängt ein KI-Backoffice an — und wo hört es auf?vor 4 TagenWann hast du zuletzt jeden Link deiner Website angeklickt?vor 5 TagenFünf Kontrollen, bevor ein KI-Text das Haus verlässtvor 5 TagenPHP-Notfall-Update: Drei Fragen, die du heute noch stellst

26. Oktober 2026· heute

Kann eine KI deine ganze Akte auf einmal lesen?

Dot-Matrix-Piktogramm zum Beitrag: Kann eine KI deine ganze Akte auf einmal lesen?

Kann eine KI deine ganze Akte auf einmal lesen?

Die Frage klingt technisch, entscheidet aber, ob ein Agent für deine Arbeit taugt. Eine KI hat kein Gedächtnis wie ein Mensch. Sie hat ein Fenster: Was hineinpasst, sieht sie gleichzeitig. Was nicht hineinpasst, existiert für sie nicht. Ein Agent, der nur die letzten drei Mails eines Wechsels sieht, schreibt eine Antwort, die den Vertrag im Anhang nicht kennt.

Gemessen wird das Fenster in Tokens, Wortstücken. Nach unserer Messung an einem deutschen Text sind es rund 1,7 Tokens pro Wort.

Im Alltag arbeitet das Modell im KI-Backoffice mit 40’960 Tokens. Nach eigener Rechnung sind das rund 24’000 deutsche Wörter — genug für einen Vertrag samt Anhängen oder einen langen Mailwechsel.

Für eine grosse Akte schaltet es um: Dasselbe Modell bekommt sein ganzes Fenster, 262’144 Tokens. Das sind rund 154’000 Wörter, ein Ordner voller Dokumente auf einmal. Das Umschalten dauert Sekunden.

Gerechnet wird auf eigener Hardware. Die Akte geht an keinen Cloud-Anbieter, und niemand ausserhalb liest mit.

Für die Auswahl einer KI heisst das: Frag nicht nur, wie klug sie ist. Frag, wie viel sie auf einmal sieht — und wo sie dabei rechnet. So arbeitet dein Backoffice, von KI betrieben.

Wie viele Seiten hat die dickste Akte in deinem Büro?

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24. Oktober 2026· vor 2 Tagen

Wo fängt ein KI-Backoffice an — und wo hört es auf?

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Wo fängt ein KI-Backoffice an — und wo hört es auf?

Die häufigste Sorge im Gespräch ist nicht der Preis. Es ist die Vorstellung, man müsse alles auf einmal umstellen. Muss man nicht. Es sind drei Stufen, und jede steht für sich.

Stufe 1, Desk — der Arbeitsplatz. Ein Arbeitsplatz mit einem Login für alles, was täglich offen ist. Bestehende Konten bei Google oder Microsoft bleiben, gekündigt wird nichts.

Stufe 2, Memory — das Wissen der Firma. Was in Jahren an Unterlagen entstanden ist, wird befragbar, nach Bedeutung statt nach Stichwort. Die Frage «Was schulden wir dieser Firma?» liefert eine Antwort mit Quellen, nicht eine Trefferliste.

Stufe 3, Hands — die Agenten. Wiederkehrende Arbeit geht an Agenten: Fristen erkennen, Unterlagen vorbereiten, Routine erledigen. Freigeben bleibt Sache eines Menschen.

Jede Stufe lässt sich einzeln einführen und bringt für sich etwas. Fix ist nur die Reihenfolge: Ein Agent braucht Wissen, das er kennt, und Wissen braucht einen Ort. Wer bei der dritten Stufe anfängt, baut auf Sand. Der Einstieg ist ein einziger Tag, an dem die Maschine nur lesen darf.

Bei uns laufen alle drei Stufen im täglichen Betrieb. Für jedes neue Mandat legt zuerst ein Mensch fest, was die Agenten dürfen — die Maschine arbeitet, der Mensch bestimmt den Rahmen.

Die Einzelheiten stehen auf der Seite zur Leistung.

Auf welcher Stufe würde deine Firma heute den grössten Unterschied merken?

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22. Oktober 2026· vor 4 Tagen

Wann hast du zuletzt jeden Link deiner Website angeklickt?

Dot-Matrix-Piktogramm zum Beitrag: Wann hast du zuletzt jeden Link deiner Website angeklickt?

Wann hast du zuletzt jeden Link auf deiner Website angeklickt?

Vermutlich nie. Niemand tut das. Man prüft die neue Seite, vielleicht die Startseite, und geht davon aus, dass der Rest noch stimmt. Bis ein Kunde schreibt, der Link in der Offerte führe ins Leere.

Im KI-Backoffice klickt eine Maschine. Nach jeder Veröffentlichung ruft sie jede Seite der Website auf und folgt jedem internen Link — bei uns über 700 Linkziele pro Durchgang. Sie prüft auch, ob die Stelle auf der Seite existiert, auf die ein Link zeigt, nicht nur die Seite selbst. Und sie kennt die Adressen, die wir in Beiträgen auf LinkedIn versprochen haben.

Alle zehn Minuten schaut sie zusätzlich nach, ob die Website überhaupt auf dem neuesten Stand ist. Stimmt etwas nicht, kommt eine Meldung aufs Telefon.

Das ist die eigentliche Lehre: Ein toter Link erzeugt keine Fehlermeldung. Er erzeugt einen Besucher, der die Seite schliesst. Wer Arbeit an Maschinen abgibt — Beiträge, Offerten, Antworten —, prüft das Ergebnis deshalb am Ziel, nicht am Start. So arbeitet dein Backoffice, von KI betrieben.

Welcher Link in deiner letzten Offerte führt heute noch dorthin, wo er soll?

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21. Oktober 2026· vor 5 Tagen

Fünf Kontrollen, bevor ein KI-Text das Haus verlässt

Dot-Matrix-Piktogramm zum Beitrag: Fünf Kontrollen, bevor ein KI-Text das Haus verlässt

Wer prüft einen Text, den eine KI geschrieben hat, bevor ihn dein Kunde liest?

In einem KI-Backoffice schreibt die KI den ganzen Tag: Entwürfe für Mails, Beiträge, Notizen wie diese. Jeder Entwurf landet an einer Prüfstelle, und keiner geht hinaus, ohne fünf Kontrollen durchlaufen zu haben. Vier davon erledigt eine Maschine, die fünfte ein Mensch.

1. Jede Zahl hat eine Quelle. Eigene Zahlen stammen aus einem Protokoll oder einer Messung, fremde aus zwei unabhängigen Quellen. Eine Zahl ohne Beleg bleibt eine Lücke im Text, bis sie belegt ist.

2. Kein Thema läuft zweimal. Ein Programm vergleicht jeden neuen Text nach seiner Bedeutung mit allem, was in den letzten Monaten erschienen ist. Ähnlichkeit ist erlaubt, Wiederholung nicht.

3. Jeder Link antwortet. Nach jeder Veröffentlichung ruft eine Maschine jede Seite und jeden Link auf. Zeigt einer ins Leere, kommt eine Meldung aufs Telefon.

4. Jedes Werk steht im Verzeichnis. Bilder und Videos, die wir veröffentlichen, werden signiert und in ein öffentliches Verzeichnis eingetragen. Was dort nicht steht, ist nicht von uns.

5. Ein Mensch gibt frei. Die Maschine legt vor, der Mensch entscheidet. Ohne Freigabe erscheint nichts.

Weil die ersten vier als Programm laufen, bleibt für die fünfte genau das, wofür es einen Menschen braucht: das Ja. Ein Text, der nicht hätte hinausgehen dürfen, kostet mehr als jede Wartezeit — deshalb wartet jeder Entwurf auf diese Freigabe.

Wie dieselben Kontrollen im KI-Backoffice arbeiten, steht auf der Seite zur Leistung.

Welche der fünf fehlt bei dir heute?

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21. Oktober 2026· vor 5 Tagen

PHP-Notfall-Update: Drei Fragen, die du heute noch stellst

Dot-Matrix-Piktogramm zum Beitrag: PHP-Notfall-Update: Drei Fragen, die du heute noch stellst

PHP-Notfall-Update: Drei Fragen, die du heute noch stellst

Heute um 16:00 hat das PHP-Team ein Notfall-Update veröffentlicht. PHP ist die Sprache hinter den meisten Websites, Shops und Intranets, von WordPress über Drupal und Magento bis Nextcloud — vermutlich auch hinter deiner Website, ohne dass du es weisst.

Was passiert ist. Zwei kritische Lücken (CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619, Schweregrad 9,2 von 10) erlauben es einem Angreifer, ohne jede Anmeldung eigenen Code auf dem Webserver auszuführen und ihn so zu übernehmen. Ein einziger präparierter Aufruf genügt, und der Server gehört dem Angreifer: Kundendaten kopieren, Passwörter und Schlüssel auslesen, im Shop die Zahlung umleiten. Die Details waren schon gestern öffentlich, der Patch kam erst heute. Darum haben Behörden, Hochschulen und Hoster ihre Seiten vorsorglich abgeschaltet — in der Schweiz unter anderem die Universitäten Basel und Genf, die EPFL, die Baubewilligungsplattform eBau des Kantons Bern und der Basler Hoster Cyon mit Tausenden Kundenseiten. In den Niederlanden war DigiD offline, der Zugang zu allen Behördendiensten.

Was hilft. Die Versionen 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35 schliessen die Lücken. Für PHP 8.1 und älter gibt es vom PHP-Projekt kein Update mehr — dort bleibt das Upgrade oder ein Rückport des Anbieters. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnt zusätzlich vor PHP, das niemand auf dem Radar hat: in Routern, Netzwerkspeichern, Fachanwendungen.

Drei Fragen an deine IT oder deinen Hoster, heute noch:

  1. Welche PHP-Version läuft auf Website, Shop und Intranet — steht sie auf der Liste oben?
  2. Läuft irgendwo noch PHP 8.1 oder älter?
  3. Wo läuft PHP, ohne dass es jemand weiss?

Der Punkt dahinter. Wer eine Liste seiner Systeme hat, ist an einem Tag wie heute in einer Stunde durch. Wer sie nicht hat, wartet auf den Hoster, auf den Lieferanten, auf eine Antwort. Das ist der Unterschied, den digitale Souveränität macht: handeln statt warten, am Tag, an dem es zählt.

Wie ein Betrieb seine Systeme in die eigene Hand nimmt, steht auf der Seite zum KI-Backoffice.

Weisst du, wo bei dir PHP läuft?

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Ältere Notizen

Oktober 2026

19.10.2026Was passiert an einem Audit-Tag?

Was passiert, wenn du eine KI einen Tag lang in dein Büro schauen lässt?

Die meisten erwarten ein Projekt: Workshops, ein Konzept, drei Monate bis zum ersten Ergebnis. Wir machen es umgekehrt. Ein Tag, ein Postfach, ein Ordner. Und die Maschine darf nur lesen.

Am Morgen wählst du aus, was sie sehen darf: ein einzelnes Postfach und einen Ordner mit Dokumenten. Bis zum Nachmittag fliesst beides in ein Archiv, das Fragen versteht. Dann stellst du deine eigenen Fragen — nicht unsere Beispiele. «Was schulden wir dieser Firma?» «Wann läuft der Vertrag aus?» «Wer hat zuletzt auf die Offerte geantwortet?» Die Antwort kommt mit den Quellen, aus denen sie stammt.

Am Abend weisst du zwei Dinge, die vorher niemand wusste: wie gut sich deine eigenen Unterlagen befragen lassen, und wo die Admin-Arbeit bei dir wirklich liegt. Der Bericht aus diesem Tag ist zugleich die Offerte — welche Stufe, welcher Umfang, welcher Preis.

Geändert wird an diesem Tag nichts. Keine Mail wird verschoben, kein Dokument umbenannt, nichts verlässt das Haus.

Ein Tag zeigt, was in einem Postfach und einem Ordner steckt. Was daraus über 90 Tage wird, zeigt der Pilot: Dann greifen Agenten in den Eingang, sortieren, legen ab und bereiten Antworten vor — ebenfalls nur als Entwurf, gesendet wird erst nach deinem Ja.

Der Audit-Tag kostet CHF 2’000. Was er umfasst, steht auf der Seite zur Leistung.

Welche Frage würdest du deinem eigenen Archiv als Erstes stellen?

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16.10.2026Was passiert bei dir, wenn ein Server nachts neu startet?

Was passiert bei dir, wenn ein Server nachts neu startet? In den meisten Firmen: Man hofft, dass alles wieder hochkommt. Meistens tut es das. Und wenn nicht, merkt es jemand am Morgen — oft der Kunde, der anruft.

Ein KI-Backoffice arbeitet auch nachts. Ein Neustart darf es nicht anhalten. Sicherheitsupdates laufen deshalb nachts, und danach fährt jeder Server in einer festgelegten Reihenfolge hoch: erst die verschlüsselte Verbindung zwischen den Servern, dann die Datenbank, dann die Dienste, die sie brauchen.

Ein Server weiss diese Reihenfolge nicht von sich aus. Man muss sie ihm sagen — und ihm sagen, was er tut, wenn etwas fehlt: warten, bis die Verbindung steht, und es bei einem Fehler von selbst noch einmal versuchen. Ein paar Zeilen Konfiguration, einmal eingerichtet.

Die Lehre reicht weiter als bis zur Technik: Die meisten Ausfälle sind keine Defekte. Sie sind Reihenfolgen, die niemand aufgeschrieben hat. Der Ablauf, der nur klappt, weil immer dieselbe Person zuerst im Büro ist, gehört in dieselbe Kategorie. Aufschreiben und einrichten gehört zum Betrieb: dein Backoffice, von KI betrieben.

Welcher Ablauf in deiner Firma funktioniert nur, weil zufällig immer dieselbe Person zuerst da ist?

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15.10.2026Weisst du, wie viele Schweizer Firmen weniger als zehn Leute haben?

Weisst du, wie viele Schweizer Firmen weniger als zehn Leute haben? Neun von zehn.

Genauer: 561’952 Unternehmen mit einem bis neun Beschäftigten, rund 90 Prozent aller marktwirtschaftlichen Unternehmen, Stand 2023 laut Bundesamt für Statistik. Die Schweiz ist kein Land der Konzerne. Sie ist ein Land der Kleinstbetriebe: Treuhandbüros, Kanzleien, Verwaltungen, Handwerk, Praxen.

Und genau diese Firmen hören am häufigsten den Satz: «Dafür seid ihr zu klein.» Zu klein für eine eigene IT. Zu klein für Automatisierung. Zu klein, um die Daten im eigenen Haus zu behalten. Also mieten sie alles bei den Grossen, zu deren Bedingungen.

Dabei ist es umgekehrt. Je kleiner die Firma, desto grösser der Anteil der Woche, der für Admin draufgeht, weil niemand da ist, der ihn abnimmt. Die Firma mit vier Leuten spürt jede Stunde Verwaltung mehr als der Konzern mit vierhundert.

Wir haben unser Backoffice für genau diese Grösse gebaut: eine Firma, ein Mandat, eine Handvoll Leute. Von Anfang an für die vier, nicht als kleine Ausgabe von etwas Grossem.

Wir sind selbst eine dieser Firmen. Was wir für Kleinstbetriebe bauen, läuft zuerst bei uns — und muss für vier Leute einfach bleiben. So arbeitet dein Backoffice, von KI betrieben.

Hast du schon einmal «zu klein» gehört — und es geglaubt?

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14.10.2026Weisst du, woher der Spam in deinem Postfach seinen Namen hat?

Weisst du, woher der Spam in deinem Postfach seinen Namen hat? Von einer Dose Frühstücksfleisch.

SPAM ist seit den 1930er-Jahren eine Marke für Dosenfleisch, der Name gilt als Kurzform von «spiced ham». 1970 machte sich eine britische Komikertruppe darüber lustig: In einem Sketch steht in einem Lokal auf jedem Gericht Spam, und ein Chor Wikinger singt das Wort so lange, bis kein Gespräch mehr möglich ist. Spam, Spam, Spam, Spam.

Genau dieses Gefühl hatten die ersten Internetnutzer, als in den 1980ern jemand ihre Diskussionsräume mit demselben Text flutete. Sie nannten es Spam. 1994 verschickten zwei Anwälte aus Arizona dieselbe Werbung in Tausende Diskussionsgruppen auf einmal — die erste grosse Welle. Seither heisst alles so, was ungefragt und massenhaft kommt.

Das Komische daran: Heute ist nicht der Spam das Problem, sondern der Filter. Er entscheidet, was du nie zu sehen bekommst. Die Offerte, die Bestätigung, der Kontoauszug — wenn er sie aussortiert, erfährst du es nicht.

Ein KI-Backoffice führt deshalb eine Liste: Jede Mail, auf die du wartest, steht darauf. Landet sie im Spam, holt eine Maschine sie zurück in den Eingang und meldet sich aufs Telefon. Kommt sie bis zum Stichtag gar nicht, meldet sie sich auch — «nicht gekommen» ist eine Information, kein Schweigen.

Die Liste führt sich fast von selbst: Wer auf eine Mail wartet, sagt es einmal — mit Absender und Stichtag. Den Rest erledigt die Maschine. So wird aus dem Filter, der für dich entscheidet, ein Eingang, der für dich aufpasst. Wie das im Alltag aussieht: dein Backoffice, von KI betrieben.

Wie viele Mails hat dein Spamfilter diese Woche für dich entschieden?

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12.10.2026Wie viele Stunden pro Woche gehen für Admin drauf, den niemand bestellt hat?

Wie viele Stunden pro Woche gehen in deiner Firma für Admin drauf, den niemand bestellt hat? Mails sortieren, Belege ablegen, Termine abgleichen, die eine Zahl aus dem Vertrag von letztem Jahr suchen. Niemand hat das je als Aufgabe aufgeschrieben. Es ist einfach da, jeden Morgen, bevor die eigentliche Arbeit beginnt.

Rechne einmal nach, mit deinem eigenen Stundensatz: Ein halber Tag pro Woche, über den Monat gerechnet, sind bei 100 bis 120 Franken die Stunde rund 2’000 Franken. Jeden Monat. Nicht als Rechnung, sondern als Zeit, die du niemandem verrechnen kannst — weil es meistens die Geschäftsleitung selbst macht, abends.

Wir haben uns gefragt, wie das aussehen müsste, damit es um 8 Uhr erledigt ist. Nicht schneller — erledigt: Mails sortiert, Dokumente am richtigen Ort, Antworten als Entwurf bereit, jede Frage ans eigene Archiv in Sekunden beantwortet. Seit Monaten läuft das bei uns so, für die eigene Firma und für Mandate. Auf Servern in der Schweiz. Der Agent entwirft, ein Mensch sendet.

Jetzt gibt es dafür eine eigene Seite. Und einen ersten Schritt, der genau einen Tag dauert: ein Postfach, ein Ordner, nur lesend. Am selben Nachmittag beantwortet das Archiv deine echten Fragen, und du siehst an deinen eigenen Daten, was von deinem Admin übrig bleibt.

Die 2’000 Franken sind eine eigene Rechnung mit einem angenommenen Stundensatz, kein Messwert aus deiner Firma. Wie viel es bei dir ist, zeigt der Tag mit deinen Daten. Deshalb beginnt es mit ihm, nicht mit einer Offerte.

Was in deinem Admin würdest du als Erstes abgeben?

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10.10.2026Wie viele Postfächer öffnest du jeden Morgen?

Wie viele Postfächer öffnest du jeden Morgen? Firma, Mandate, Verwaltungsrat, Projekte — jedes mit eigenem Login, jedes mit eigener Unordnung.

Ein KI-Backoffice dreht das in zwei Schritten um.

Erstens: Alles fliesst in einen Eingang. Eigene Postfächer ziehen um, fremde werden nur gelesen. Die Postfächer deiner Kunden bleiben, wo sie sind — du hast trotzdem einen Ort statt fünf.

Zweitens: Ein Agent greift hinein und arbeitet. Er sortiert die Mails, legt Dokumente ab und bereitet Antworten als Entwurf vor. Der Agent entwirft, ein Mensch sendet.

Das Ergebnis: Du liest nur noch, was zählt, und entscheidest, statt zu sortieren. So arbeitet dein Backoffice, von KI betrieben.

Welches Postfach würdest du als erstes abgeben?

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07.10.2026In wie vielen Kalendern steht dein nächster Termin?

In wie vielen Kalendern steht dein nächster Termin? Wenn du kurz überlegen musst, bist du nicht allein. Der Firmenkalender. Der private. Der Kalender eines Mandats. Der geteilte Kalender eines Kunden. Jeder für sich vernünftig — und zusammen der Grund, warum man Termine doppelt bucht oder vergisst.

Die übliche Lösung ist Disziplin: überall nachschauen, alles übertragen. Das hält genau so lange, bis es stressig wird.

Die bessere Lösung dreht es um. Kalender und Kontakte fliessen automatisch in einen einzigen Kalender auf eigenem Server. Alle 15 Minuten, nur in eine Richtung, damit in der Quelle nie etwas kaputtgeht. Es gibt genau einen Ort, an dem man nachschaut.

Entscheidend ist nicht die Technik, sondern eine Regel: Die Quelle bleibt, wo sie ist. Niemand muss umziehen, kein Kunde muss etwas ändern. Man liest nur zusammen, was ohnehin da ist.

Für ein KI-Backoffice ist das die Voraussetzung. Ein Agent, der Termine vorbereitet und Überschneidungen meldet, braucht einen Kalender — nicht fünf. So arbeitet dein Backoffice, von KI betrieben.

Wie oft hast du dieses Jahr einen Termin verpasst, der in einem anderen Kalender stand?

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05.10.2026Weisst du, woher das @ in deiner Mailadresse kommt?

Weisst du, woher das @ in deiner Mailadresse kommt? Aus dem Weinhandel.

1536 schrieb der Florentiner Kaufmann Francesco Lapi einen Brief aus Sevilla nach Rom. Darin steht, eine Amphore Wein koste 70 bis 80 Dukaten — und statt «Amphore» schrieb er ein a mit einem Schwung darum. Das @ war ein Kürzel für ein Mass, so selbstverständlich wie heute «kg».

Über 400 Jahre später, 1971, brauchte ein Ingenieur ein Zeichen, das in keinem Namen vorkommt, um Person und Rechner zu trennen. Er nahm das @ von der Tastatur. Seither steht es in jeder Mailadresse.

Das Zeichen hat also schon zweimal den Beruf gewechselt: vom Weinmass zur Adresse. Und die Mailadresse selbst ist heute oft das Wertvollste, was eine Firma hat. Sie ist die Kundenbeziehung, mehr als jede Kartei.

Genau deshalb lohnt sich eine Frage, die kaum jemand stellt: Wem gehört die Adresse hinter deinem @? Wer die eigene Domain besitzt, kann das Postfach jederzeit umziehen. Wer nur ein Postfach mietet, bleibt beim Anbieter.

Ehrlich, was uns betrifft: Auch bei uns lagen Adressen lange bei grossen Anbietern. Umgezogen sind wir erst in diesem Sommer — und nicht alle, denn Postfächer bei Kunden und Partnern bleiben bei ihnen.

Wem gehört die Adresse hinter deinem @?

Quellen: Smithsonian Magazine, «The Accidental History of the @ Symbol»; Wikipedia, «At sign».

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03.10.2026Bevor Mandantendaten in eine KI gehen: fünf Fragen.

Bevor Mandantendaten in eine KI gehen: fünf Fragen. Keine davon braucht einen Informatiker, und ein Anbieter kann sie alle schriftlich beantworten — wenn er will.

1. Wo wird gerechnet? Auf deinen Servern, in der Schweiz, oder irgendwo, wo der Anbieter es gerade günstig hat? Die Antwort gehört in den Vertrag, nicht ins Verkaufsgespräch.

2. Wer kann mitlesen — auch nur «zur Fehlersuche»? Viele Anbieter behalten sich vor, Anfragen für Qualitätssicherung oder Missbrauchskontrolle einzusehen. Für eine Kanzlei ist genau das die entscheidende Stelle.

3. Lernt das Modell aus deinen Daten? Und lässt sich das vertraglich ausschliessen, nicht nur per Einstellung, die sich mit dem nächsten Update ändern kann?

4. Sieht jede Person nur, was sie sehen darf? Ein Werkzeug, das allen alles zeigt, verschiebt das Problem vom Anbieter ins eigene Team.

5. Kommst du wieder raus? Mit deinen Daten, vollständig, in einem Format, das du ohne den Anbieter öffnen kannst.

Wer diese fünf beantworten kann, hat die Frage «dürfen wir KI nutzen?» meistens schon beantwortet.

Ehrlich, was uns betrifft: Bei uns lautet die Antwort auf Frage 1 «auf eigener Hardware im eigenen Haus». Das hat seinen Preis: Das Modell dort ist schwächer als die grossen in der Cloud. Wo diese Grenze liegt, rechnet die Sonntagsausgabe durch.

Die fünf Seiten sind zum Ausdrucken gedacht — für das nächste Gespräch mit einem Anbieter.

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02.10.2026Darf eine Kanzlei überhaupt KI nutzen?

Darf eine Kanzlei überhaupt KI nutzen? Die übliche Antwort lautet: eigentlich nicht. Mandantendaten dürfen nicht zu einem Anbieter, der nicht garantiert, was mit ihnen passiert. Anonymisieren zerstört den Arbeitsablauf. Und lokale Modelle seien zu schwach. Also bleibt die Kanzlei draussen, während alle anderen schneller werden.

Ich halte das für eine falsche Abkürzung. Das Berufsgeheimnis verbietet nicht die KI. Es verbietet, die Kontrolle abzugeben. Das ist ein Unterschied, und er lässt sich bauen.

Bei uns sieht das so aus: Unser Archiv — 144’000 Mails und 13’500 abgelegte Dokumente — lässt sich in normaler Sprache befragen. «Wann haben wir zuletzt mit X über Y gesprochen?» Die Antwort kommt mit Fundstelle. Gesucht wird auf unseren eigenen Servern, und die Antwort formuliert ein Modell, das auf einer Grafikkarte in unserem eigenen Haus läuft. Kein Dokument verlässt das Haus. Und jede Person sieht nur die Bestände, die für sie freigegeben sind.

Ehrlich, was uns betrifft: Das Modell im eigenen Haus ist nicht so stark wie die grossen Cloud-Modelle. Für «denk für mich» würden wir es nicht einsetzen. Aber für die Frage, die in Kanzleien am häufigsten gestellt wird — «wo steht das schon?» — braucht es kein Spitzenmodell. Es braucht ein zuverlässiges.

Am Sonntag die ganze Rechnung: welche Aufgaben welches Modell brauchen, und was die Grenze kostet.

Welche Frage stellst du deinem Archiv am häufigsten?

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01.10.2026Weisst du, was ein Computer ursprünglich war?

Weisst du, was ein Computer ursprünglich war? Ein Mensch.

Das englische Wort «computer» taucht 1613 zum ersten Mal auf, beim englischen Schriftsteller Richard Brathwait, und es meint jemanden, der rechnet. Über 300 Jahre lang war das eine Berufsbezeichnung: Menschen, die in Sternwarten, Versicherungen und Ingenieurbüros Zahlenkolonnen ausrechneten. Die Maschine bekam den Namen erst Ende des 19. Jahrhunderts. Und 1943 waren die meisten menschlichen Computer Frauen — sie rechneten Flugbahnen und Tabellen, bis Maschinen diese Arbeit übernahmen.

Der Beruf ist nicht verschwunden, weil die Menschen schlecht rechneten. Er ist verschwunden, weil die Arbeit selbst zur Maschine wurde. Die Menschen haben danach andere Fragen gestellt.

Genau das passiert gerade wieder. Nicht mit dem Rechnen, sondern mit dem Suchen, Zusammenfassen, Ablegen und Nachfassen. Die Frage für eine Geschäftsleitung ist deshalb nicht «ersetzt KI meine Leute?», sondern: Welche Arbeit bei uns ist eigentlich schon eine Maschine, die nur noch von Menschen ausgeführt wird?

Ehrlich, was uns betrifft: Wir haben diese Liste für die eigene Firma gemacht, und sie war länger als erwartet. Belege einsammeln, auf erwartete Mails achten, Zeiten erfassen — alles Arbeit, die heute eine Maschine erledigt, während wir die Fragen stellen, die sie nicht stellen kann.

Welche Tätigkeit in deiner Firma wäre in 50 Jahren ein Museumsstück?

Quellen: etymonline.com («computer»), Wikipedia «Computer» (Etymologie).

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September 2026

30.09.2026Weisst du, was ein Protokoll ursprünglich war?

Weisst du, was ein Protokoll ursprünglich war? Ein angeleimtes Blatt.

Das griechische Wort «prōtókollon» heisst wörtlich «das zuerst Angeleimte». Gemeint war das erste Blatt, das man vorne an eine amtliche Papyrusrolle klebte. Darauf stand, wer das Schriftstück verfasst hatte und wann. Wer die Rolle öffnete, sah zuerst: Wer steht dafür ein?

Über zweitausend Jahre später stellt sich dieselbe Frage bei jeder Maschine, die in einer Firma arbeitet. Welche Maschine hat das gemacht? Womit? Stimmt das Ergebnis noch mit dem überein, was sie damals abgeliefert hat?

Wir kleben dieses Blatt heute digital an. Jede Grafik und jedes Video, das wir veröffentlichen, trägt ein digitales Siegel: wer es gemacht hat, mit welchem Werkzeug, und einen Fingerabdruck der Datei. Über 240 Werke sind so versiegelt, und jedes lässt sich öffentlich prüfen. Wird eine Datei auch nur um ein Pixel verändert, passt der Fingerabdruck nicht mehr.

Für eine Kanzlei oder ein Treuhandbüro ist das keine Spielerei, sondern die Kernfrage jeder Automatisierung: Kannst du im Nachhinein zeigen, wer was wann gemacht hat — Mensch oder Maschine?

Ehrlich, was uns betrifft: Das Siegel haben wir zuerst für unsere Grafiken gebaut, nicht für Akten. Und es gab Wochen, in denen Werke liefen, bevor sie im Verzeichnis standen — das holen wir seither nach jedem Publish nach.

Welche Arbeit in deiner Firma hat heute kein angeleimtes Blatt?

Quelle: DWDS, Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, «Protokoll».

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29.09.2026Die beste Anschaffung ist manchmal die, die du verschiebst.

Die beste Anschaffung ist manchmal die, die du verschiebst. Das klingt nach Sparen. Ist es nicht. Es ist eine Entscheidung mit eigenem Wert.

Die Situation kennt jeder, der Hardware kauft: Das alte Gerät läuft noch, aber nicht mehr ewig. Der Händler hat eine Lösung, die heute passt. Und in ein paar Monaten kommt die nächste Generation, die genau das kann, was du eigentlich brauchst.

Bei uns lag im August eine neue Plattform für unseren KI-Rechner auf dem Tisch, rund 3’700 Franken. Die Alternative wäre ein günstiger Zwischenschritt gewesen, auf einem Sockel, den der Hersteller nicht mehr weiterentwickelt. Beides hätte funktioniert.

Wir haben keines von beiden gekauft. Eine neue Plattform-Generation war angekündigt, und alles, was wir damals gekauft hätten, wäre beim nächsten Schritt wieder rausgeflogen. Der alte Rechner läuft weiter. Seine schwächelnde Festplatte ist gespiegelt: Fällt sie aus, übernimmt die zweite, und wir tauschen eine Platte statt einer Plattform.

Warten ist keine Ausrede, wenn drei Dinge stimmen:

  1. Du weisst, worauf du wartest — nicht «auf bessere Zeiten», sondern auf ein bestimmtes Produkt oder einen bestimmten Preis.
  2. Du weisst, was bis dahin reicht, und hast es abgesichert.
  3. Du hast aufgeschrieben, wann du die Entscheidung wieder aufmachst — bei uns: sobald die neue Generation in der Schweiz lieferbar ist.

Ehrlich, was uns betrifft: Warten hat einen Preis. Der alte Rechner ist nicht so schnell, wie wir ihn gerne hätten, und wir planen um seine Grenzen herum. Das ist bewusst gewählt — aber es ist nicht gratis.

Welche Anschaffung steht bei dir gerade an, die in einem Jahr schon wieder ersetzt wäre?

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28.09.2026Kann ein Stau aus einem einzigen Auto bestehen?

Kann ein Stau aus einem einzigen Auto bestehen? Ja. Und er kann dich Stunden kosten, ohne dass es jemand merkt.

Stell dir eine Ampel vor, die nur grün wird, wenn die Kreuzung leer ist. Vernünftige Regel. Jetzt zählt der Sensor das Auto mit, das an der Ampel wartet. Die Kreuzung ist nie leer, und das Auto wartet ewig — auf sich selbst.

Genau so einen Stau hatten wir. Ein Rechenjob im Hintergrund sollte zurückstehen, sobald jemand das System benutzt. Gute Regel: Wer mit dem System arbeitet, soll nicht auf eine Maschine warten müssen, die nebenbei Dokumente auswertet. Nur hat der Job seine eigene Arbeit als «jemand» gezählt. Also trat er zurück. Und wieder. Und wieder.

Die Bilanz eines einzigen Laufs: 2’201 Mal zurückgetreten, 23 Stunden und 32 Minuten gewartet. In dieser Zeit hatte seit über 30 Stunden niemand das System benutzt. Nach der Korrektur zählt der Job seine eigene Last nicht mehr mit: null Verzögerungen.

Das Tückische daran: Von aussen sieht so etwas nicht nach einem Fehler aus. Der Job lief, das System war ruhig, jede Anzeige war grün. Er war nur um ein Vielfaches langsamer als nötig. Solche Fehler findet kein Alarm, weil nichts kaputt ist.

Ehrlich, was uns betrifft: Die Regel haben wir selbst geschrieben, und sie lief so, bis jemand nachgemessen hat. Gefunden haben wir es, weil wir wissen wollten, warum die Auswertung so lange dauert — nicht, weil etwas Alarm geschlagen hätte.

Wenn bei dir etwas «halt einfach lange dauert»: Hat schon einmal jemand nachgeschaut, worauf es eigentlich wartet?

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26.09.2026Bevor du Hardware kaufst: fünf Fragen an deine Datenbank.

Bevor du für mehr Leistung bezahlst: fünf Fragen an deine Datenbank. Bei uns hat Frage 1 den Faktor 15 gebracht und Frage 3 eine Rechnung über 138 Franken im Monat erledigt.

1. Läuft sie mit Werkseinstellungen? Die sind so gewählt, dass die Software überall startet, nicht dass sie bei dir gut läuft. Unsere Datenbank durfte sich 128 Megabyte merken, ihre Register sind 8’247 Megabyte gross. Sie las also bei jeder Anfrage neu von der Platte. Eine Zeile geändert: aus 2’025 Millisekunden wurden 90 bis 136.

2. Fehlt ein Register? Ein Fachbuch ohne Stichwortverzeichnis liest man von vorne durch. Genau das macht eine Datenbank ohne Index, bei jeder Anfrage. Die Zeichen: eine Liste, die früher sofort da war, braucht heute spürbar länger. Ein Bericht läuft nachts, weil er tagsüber alles blockiert. Eine Suche, die im Team alle meiden.

3. Was erzeugt die Last, das Grosse oder das Kleine? Bei uns liegen 27 Gigabyte in vier Datenbanken, die ein paar Mal am Tag gefragt werden. Daneben liegen 414 Megabyte in zwei Datenbanken mit 112 Millionen Vorgängen. Wer nach Speicherplatz plant, plant am Problem vorbei.

4. Was passiert beim Serverwechsel mit den offenen Verbindungen? Ohne Vermittlungsstelle heisst die Antwort: Wartungsfenster am Sonntagabend. Mit einer bleibt jede Verbindung offen, die Anfragen werden gesammelt und danach an den neuen Ort geschickt.

5. Wann hat das zuletzt jemand gemessen? Die einzige Frage, die alle anderen beantwortbar macht. Bei uns lag zwischen «zu langsam» und «schnell genug» eine einzige Zeile.

Ehrlich, was uns betrifft: Diese Einstellung stand seit der Installation so, und niemand hatte nachgemessen. Wir haben sie gefunden, weil wir gesucht haben — nicht, weil ein System uns gewarnt hätte.

Die fünf Fragen sind zum Ausdrucken gedacht — für das nächste Gespräch mit eurem IT-Partner.

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25.09.2026«Euer Archiv ist zu gross», sagt die IT. Aber bremst euch wirklich das Archiv?

«Euer Archiv ist zu gross», sagt die IT. Aber bremst euch wirklich das Archiv?

Fast nie. Was Platz braucht und was Arbeit macht, sind zwei verschiedene Dinge — und nur eines davon steht in der Offerte.

Bei uns liegen 27 Gigabyte in vier Datenbanken, die jemand ein paar Mal am Tag befragt. Daneben liegen 414 Megabyte in zwei Datenbanken, die 112 Millionen Vorgänge im Jahr tragen. Der kleinste Posten macht die meiste Arbeit, um mehr als das Tausendfache.

Das ist kein Sonderfall, das ist die Regel. Das Archiv ist gross und ruhig. Der Terminkalender ist winzig und in ständiger Bewegung. Die Rechnungsarchive von zwanzig Jahren füllen die Platte; die Tagesbuchungen füllen die Warteschlange.

Warum das zählt: Wer nach Speicherplatz plant, plant am Problem vorbei. Sicherungen, Server, Zwischenspeicher und Notfallpläne richten sich nach dem, was arbeitet — nicht nach dem, was liegt.

Ehrlich, was uns betrifft: Der erste Gedanke war auch bei uns die grössere Maschine. Erst die Messung hat gezeigt, dass der kleinste Posten der Engpass war.

Der Test für euch: Nennt die grösste Datenmenge in der Firma. Und dann die, ohne die morgen niemand arbeiten kann. Sind das dieselben?

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24.09.2026Schon wieder eine Offerte für einen grösseren Server?

Schon wieder eine Offerte für einen grösseren Server?

Sie kommt meistens mit derselben Begründung: zu wenig Arbeitsspeicher, zu wenig Leistung, das System sei am Anschlag. Bei uns lag genau so ein Angebot auf dem Tisch, 138 Franken im Monat. Bezahlt haben wir null.

Der Reflex bei zu wenig Leistung ist immer derselbe: grösser kaufen. Er ist auch nicht falsch — nur teuer, und oft die zweitbeste Antwort.

Wir haben zuerst nachgerechnet, was eigentlich wie viel Last macht. Das Ergebnis war unerwartet: Sechs Datenbanken teilten sich eine Maschine. Vier davon sind zusammen 27 Gigabyte gross und werden selten gefragt. Zwei sind zusammen 414 Megabyte klein — und tragen 112 Millionen Vorgänge.

Die grossen und die kleinen haben sich gegenseitig aus dem Zwischenspeicher verdrängt. Nicht weil die Maschine zu klein war, sondern weil zwei gegensätzliche Arbeitsweisen im selben Topf lagen.

Also haben wir nicht gekauft, sondern getrennt: die grossen, selten gefragten auf eine Maschine, die ohnehin läuft und Speicher übrig hat. Die kleinen, ständig arbeitenden bleiben, wo sie hingehören — nah an den Programmen, die sie nutzen.

Ehrlich, was uns betrifft: Der Reflex war bei uns derselbe wie überall. Die grössere Maschine war schon ausgesucht, der Preis bekannt. Der Unterschied war nur, dass wir vor dem Bestellen gemessen haben.

Kosten: null statt 138 Franken im Monat. Rückgängig zu machen in jeder Phase. Was war bei euch die letzte Anschaffung, die eigentlich eine Aufräumarbeit war?

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23.09.2026«Am Sonntag zwischen 18 und 22 Uhr steht das System still.» Diese Mail kennt jeder.

Diese Mail kennt jeder: «Am Sonntag zwischen 18 und 22 Uhr steht das System still.»

Man liest sie, seufzt, und verschiebt, was man am Sonntagabend noch erledigen wollte. Niemand fragt nach, weil alle denken, das gehöre dazu.

Es gehört nicht dazu. Ein Serverwechsel ohne spürbaren Unterbruch ist keine Zauberei, und der Trick ist alt.

Zwischen die Programme und die Datenbank kommt eine Vermittlungsstelle. Alle Programme sprechen ab sofort mit ihr statt direkt mit der Datenbank. Beim Umzug bekommt sie zwei Befehle: Halt — sie hält jede laufende Verbindung offen und sammelt die Anfragen. Weiter — sie schickt sie an den neuen Ort. Für die Programme ist nichts passiert, ausser dass eine Anfrage kurz gedauert hat.

Das Schöne daran: Diese Vermittlungsstelle ist nicht nur für den Umzugstag gut. Sie bündelt Verbindungen, und bei uns läuft ein Dienst, der pro Aufruf eine neue Verbindung öffnet — 112 Millionen Vorgänge. Genau dafür ist sie gebaut.

Wir haben sie eingeführt, während noch alles am alten Ort lief. So war der riskante Teil erledigt, bevor der Umzug überhaupt begann.

Ehrlich, was uns betrifft: Die Vermittlungsstelle ist bei uns erst seit diesem Umzug im Einsatz. Wir haben sie nicht aus Weitsicht eingebaut, sondern weil wir umziehen mussten. Jedes Wartungsfenster ist eine Entscheidung, keine Notwendigkeit.

Wie lange steht bei euch alles still, wenn ein Server getauscht wird?

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22.09.2026Kennst du das, wenn Outlook eine Mail nicht findet, die sicher da ist?

Kennst du das, wenn Outlook eine Mail nicht findet, die sicher da ist?

Du weisst, von wem sie war. Ungefähr wann. Du tippst drei Begriffe, und es kommt nichts. Dann scrollst du von Hand, und da liegt sie.

Dahinter steckt dasselbe Prinzip, aus dem jede Software langsamer wird, je mehr ihr damit arbeitet: Es fehlt ein Register.

Stell dir ein Fachbuch ohne Stichwortverzeichnis vor. Du suchst einen Begriff und blätterst von vorne durch. Bei fünfzig Seiten geht das. Bei tausend Seiten hörst du auf zu suchen.

Genau das macht eine Datenbank ohne Index: Sie liest jeden Datensatz, jedes Mal. Mit hundert Kunden merkt das niemand. Mit hunderttausend wartet jeder.

Ein Index ist das Stichwortverzeichnis. Er kostet Platz und ein wenig Zeit beim Schreiben, und er spart die Suche über alles andere. Bei uns belegen die Register acht Gigabyte — für Daten, die man ohne sie kaum durchsuchen könnte.

Woran du erkennst, dass bei euch eines fehlt: Eine Liste, die früher sofort da war, braucht heute spürbar länger. Ein Bericht, der nachts läuft, weil er tagsüber alles blockiert. Eine Suche, die alle meiden.

Ehrlich, was uns betrifft: Unsere Register waren da. Was fehlte, war der Speicher, um sie zu nutzen — und das haben wir erst gemerkt, als wir die langsamste Abfrage gemessen haben statt zu raten.

Das ist selten ein Grund, mehr Hardware zu kaufen. Es ist ein Grund, einmal nachzuschauen. Welche Auswertung in eurem System läuft absichtlich nachts?

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21.09.2026Wie oft am Tag schaust du einem drehenden Kreis zu?

Wie oft am Tag schaust du einem drehenden Kreis zu?

Beim Öffnen einer Liste. Beim Suchen im Archiv. Beim Laden der Kundenakte. Jedes Mal ein, zwei Sekunden, jedes Mal zu kurz, um sich zu beschweren — und jedes Mal wartet ein Mensch.

Bei uns waren es genau zwei Sekunden pro Suche. Nach einer einzigen geänderten Einstellung sind es unter einer Zehntelsekunde.

Der Grund war banal. Die Datenbank lief mit den Werkseinstellungen aus dem Installationspaket. Der Arbeitsspeicher, den sie sich für häufige Zugriffe merken darf, stand auf 128 Megabyte. Die Register, die sie dafür braucht, sind gut acht Gigabyte gross. Sie hat also bei jeder Anfrage neu von der Festplatte gelesen, was sie längst im Kopf hätte haben können.

Eine Zeile geändert, Dienst neu gestartet: 2’025 Millisekunden wurden 90 bis 136. Faktor 15, ohne neue Hardware, ohne eine Zeile Programmcode.

Ehrlich, was uns betrifft: Diese Einstellung stand seit der Installation so. Niemand hatte nachgemessen. Wir haben sie gefunden, weil wir gesucht haben — nicht, weil ein System uns gewarnt hätte.

Die Lehre ist nicht «unsere Datenbank war falsch eingestellt». Die Lehre ist: Werkseinstellungen sind für niemanden gemacht. Sie sind so gewählt, dass die Software auf jedem Gerät startet — nicht so, dass sie auf deinem gut läuft. Wann hat bei euch zuletzt jemand nachgemessen, statt zu schätzen?

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19.09.2026Die teuerste Software ist nicht die mit dem höchsten Preis.

Die teuerste Software ist nicht die mit dem höchsten Preis. Es ist die, aus der du nicht mehr rauskommst.

Fünf Fragen gehören vor jede Unterschrift. Keine davon ist technisch, und ein Anbieter kann sie alle beantworten — wenn er will.

1. Kann ein Programm das bedienen, oder nur ein Mensch mit einer Maus? Was nur über den Bildschirm geht, kann später keine Automatisierung übernehmen. Diese Frage entscheidet, ob je ein Agent für dich arbeitet.

2. Kriege ich meine Daten vollständig und lesbar heraus? Nicht die Zusage zählt, sondern der Test: Export anfordern und die Datei wirklich öffnen. Was sich nicht öffnen lässt, zählt nicht.

3. Läuft die Anmeldung über unsere eigene Tür? Jede Software mit eigenem Login ist ein weiteres Passwort, das jemand verwalten, zurücksetzen und beim Austritt sperren muss. Der Test dafür ist einfach: Was passiert am Tag, an dem jemand die Firma verlässt?

4. Wer kann abschalten? Nicht ob jemand könnte, sondern wer, unter welchen Bedingungen, und wie schnell ihr es merkt. Lizenzserver, die im Betrieb nach Hause telefonieren, Cloud-Konten, die zur Laufzeit kündbar sind, Fernwartung ohne Protokoll — das gehört in den Vertrag, nicht ins Verkaufsgespräch.

5. Wie viele Tage brauchen wir, um zu gehen? Die wichtigste Frage steht in keinem Angebot. Wer sie vor der Unterschrift stellt, verhandelt. Wer sie danach stellt, zahlt. Eine ausweichende Antwort ist auch eine Antwort.

Ehrlich, was uns betrifft: Bei dieser Prüfung sind bei uns Werkzeuge durchgefallen, die wir jahrelang benutzt haben. Sie hatten keine Schnittstelle, und es gibt keinen Trick, der das nachträglich ändert.

Die fünf Fragen sind zum Ausdrucken gedacht — für die nächste Anbieterrunde.

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18.09.2026Kennt dein KI-Agent deine Passwörter? Unserer nicht.

Kennt dein KI-Agent deine Passwörter? Unserer nicht. Und das ist der ganze Trick.

Die Frage kommt in jedem Gespräch, in dem es um Automatisierung geht, und sie ist berechtigt: Wenn eine Maschine sich für mich bei Portalen anmeldet — wo liegen dann die Zugangsdaten? Im Skript? In einer Textdatei? Im Verlauf eines Chats?

Bei uns nirgends davon. Die Zugangsdaten liegen in einem Tresor, den nur ein Dienst öffnet. Der Agent sagt diesem Dienst «melde mich bei diesem Portal an», und der Dienst füllt das Anmeldefenster selbst aus. Der Agent sieht das Passwort nie, es steht in keinem Protokoll, und es taucht in keinem Gesprächsverlauf auf.

Wozu das gut ist, zeigte der Halbjahresabschluss: 34 Belege aus drei Portalen eingesammelt, alle gleich benannt und abgelegt, in 90 Minuten. Bei drei Anmeldungen, ohne dass ein einziges Passwort den Tresor verlassen hat.

Ehrlich, was uns betrifft: Diese Regel ist jünger als unsere Automatisierung. Wir haben sie erst im Sommer festgeschrieben, als der Tresor stand — vorher gab es die saubere Variante schlicht nicht.

Die Regel dahinter ist einfach: Ein Agent darf handeln dürfen, ohne wissen zu müssen. Wo liegen die Passwörter, mit denen sich eure Automatisierungen anmelden?

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17.09.2026Wartest du gerade auf eine Mail, die vielleicht längst da ist?

Wartest du gerade auf eine Mail, die vielleicht längst da ist?

Der Fall, der uns das gebaut hat: Ein versprochener Kontoauszug kam an, wurde als Maschinenmeldung automatisch abgelegt, und niemand sagte es weiter. Tagelang die Frage «ist das jetzt gekommen?», während das Dokument abgelegt und durchsuchbar im Archiv lag. Das Problem war nicht die Ablage. Es war die Stille.

Seit Anfang September kann man dem Agenten sagen: «Ich warte auf X.» Er trägt es in eine Liste ein und vergleicht jede neue Mail damit, alle drei Minuten, im Posteingang und im Werbemüll. Kommt sie an, meldet er es aufs Telefon. Landet sie im Müll, holt er sie heraus. Und wenn die Frist abläuft, ohne dass etwas kam, meldet er auch das — denn genau dieses Schweigen ist der teure Fall.

Das ist keine Kleinigkeit. Nachschauen, ob eine bestimmte Mail schon da ist, ist unterbrochene Arbeit, jedes Mal, und es passiert genau dann, wenn etwas Wichtiges hängt: eine Zusage, eine Offerte, ein Auszug, eine Frist.

Ehrlich, was uns betrifft: Die Liste muss man führen. Wer vergisst, das Warten anzumelden, wartet wie früher. Dafür meldet der Agent inzwischen auch, wenn eine Frist ohne Eingang verstreicht — die Meldung, die früher niemand bekam.

Der Unterschied ist klein und ändert den Tag: nicht mehr nachschauen, sondern benachrichtigt werden. Auf welche Mail wartest du diese Woche — und wie oft hast du schon nachgesehen?

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16.09.2026Was muss in deiner Firma stimmen, bevor eine KI überhaupt etwas nützt?

Was muss in deiner Firma stimmen, bevor eine KI überhaupt etwas nützt?

Nicht das Modell. Nicht das Tool. Die Frage entscheidet sich vorher, an fünf Punkten, und keiner davon ist eine Softwarefrage.

  1. Deine Programme müssen eine Schnittstelle haben. Was nur über Maus und Bildschirm bedienbar ist, kann ein Agent nicht übernehmen. Bei uns sind bei dieser Prüfung Werkzeuge durchgefallen, die wir jahrelang benutzt haben.
  2. Deine Ablage muss auffindbar sein. Nicht schön, nicht perfekt — nur so, dass eine Maschine erkennt, was zusammengehört.
  3. Es braucht eine Tür für alle Programme, nicht zwanzig Passwörter. Sonst endet jede Automatisierung an einem Anmeldefenster.
  4. Deine Daten müssen dir gehören und exportierbar sein. Was du nicht herausholen kannst, kann auch kein Agent lesen.
  5. Du musst messen statt schätzen. Ohne Zahlen weisst du nicht, was sich lohnt.

Das ist keine IT-Liste, sondern eine Führungsliste: Jeder Punkt ist ein Entscheid, kein Produkt. Wir haben sie an der eigenen Firma abgearbeitet, in Wochen, nicht in Jahren — und der Punkt, der am meisten gebracht hat, war der zweite. Er kommt ganz ohne KI aus.

Ehrlich, was uns betrifft: Punkt 1 tat weh. Werkzeuge, die wir jahrelang benutzt haben, hatten keine Schnittstelle — und es gibt keinen Trick, der das nachträglich ändert.

Wer diese fünf Punkte hat, braucht für den Anfang keine Strategie, sondern eine Aufgabe. Wer sie nicht hat, kauft sonst ein Werkzeug, das niemand einsetzen kann. An welchem der fünf Punkte hakt es bei dir am ehesten?

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14.09.2026Wie viele Stunden stecken in deinem letzten Projekt? Rate, dann schau nach.

Wie viele Stunden stecken in deinem letzten Projekt? Rate zuerst. Dann schau nach.

Die meisten Firmen haben für diese Frage zwei Antworten, und beide sind falsch: das Gefühl des Chefs und eine Zeiterfassung, die freitags aus dem Gedächtnis gefüllt wird. Was am Ende in der Rechnung steht, ist ein Kompromiss zwischen beidem.

Zeiterfassung scheitert selten an der Software. Sie scheitert daran, dass sie Arbeit macht. Also wird sie nachgetragen, geschätzt, gerundet — und die Zahlen taugen für die Rechnung, aber nicht für Entscheide.

Bei uns führt seit Juli ein Agent die Uhr. Nicht als Stoppuhr, die man drückt, sondern als Nebenprodukt der Arbeit: Er sieht, an welchem Projekt gearbeitet wird, und schreibt die Zeit dorthin. Dazu die Kosten der Maschinen, die mitgerechnet haben. Am Ende der Woche steht pro Projekt eine Zahl da, die niemand geschätzt hat.

Der unangenehme Teil kam sofort: Zwei Projekte, die sich klein anfühlten, waren es nicht. Und eine Aufgabe, für die jede Woche zwei Stunden reserviert waren, brauchte längst zwanzig Minuten.

Ehrlich, was uns betrifft: Die Uhr sieht nur, was am Rechner passiert. Das Telefonat und die Fahrt zum Kunden sieht sie nicht.

Der Nutzen ist nicht die Kontrolle. Es ist die Grundlage: Du kannst erst dann entscheiden, was du automatisierst, wenn du weisst, was dich was kostet. Womit hast du diese Woche am meisten Zeit verbracht — und woher weisst du das?

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11.09.2026Deine Kontakte auf LinkedIn — gehören die dir?

Deine Kontakte auf LinkedIn — gehören die dir?

Die ehrliche Antwort ist nein, und das ist keine Kritik an LinkedIn. So funktioniert jede Plattform: Sie stellt die Beziehung her, und sie behält sie. Wird ein Konto gesperrt — versehentlich, automatisch, irrtümlich — sind nicht nur die Beiträge weg. Weg ist die Liste. Und niemand schickt sie dir vorher zu.

Für die meisten Firmen ist das die grösste ungesicherte Position im ganzen Betrieb, und sie taucht in keiner Risikoliste auf. Man merkt sie erst, wenn man einmal versucht, dieselben Leute ohne die Plattform zu erreichen.

Der Unterschied ist einfach: Gemietet ist alles, was jemand anderes abschalten kann — Follower, Gruppen, Anzeigenkonten. Besessen ist, was auf deiner eigenen Adresse liegt: eine Mailliste, eine Website, ein Feed, den jeder abonnieren kann.

Ehrlich, was uns betrifft: LinkedIn ist bis heute unser grösster Kanal, und genau darum ist es unsere grösste Mietposition. Wir schreiben jeden Beitrag zuerst auf die eigene Seite und verlinken von dort — und die kurzen Notizen laufen zusätzlich über offene Netze, die niemand abschalten kann.

Der erste Schritt kostet einen Nachmittag: Exportiere deine Kontakte, solange du es kannst. Dann leg eine Liste an, die dir gehört, und schreib den ersten Text hinein. Auch wenn es nur zwanzig Adressen sind — zwanzig, die dir niemand wegnehmen kann.

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10.09.2026Weisst du, welche Daten deine Firma sammelt?

Weisst du, welche Personendaten deine Firma sammelt? Die meisten nicht.

Nicht aus Nachlässigkeit. Sondern weil sie sich verteilen: ein Formular auf der Website, ein Newsletter-Werkzeug, ein CRM, drei Excel-Listen auf verschiedenen Laptops, die Buchhaltung. Jedes für sich harmlos. Zusammen ergibt es ein Bild, das in der Firma noch nie jemand am Stück gesehen hat.

Der Test dauert eine Stunde und braucht keinen Juristen. Setz dich hin und schreib auf, wo Personendaten liegen. Nicht, was erlaubt ist — nur wo. Die meisten hören nach der Hälfte auf, weil die Liste länger wird als erwartet. Genau das ist das Ergebnis.

Denn erst diese Liste macht die üblichen Fragen beantwortbar. Wer darf darauf zugreifen? Was passiert, wenn jemand Auskunft verlangt? Was löschst du, wenn ein Kunde geht — und wo überall? Ohne die Liste sind das Vermutungen, mit ihr sind es Aufgaben.

Bei uns hängt an jedem Ort, an dem Personendaten liegen, ein Eintrag mit Zweck und Frist. Nicht weil es schön aussieht, sondern weil ein Agent, der für uns arbeitet, sonst nicht wissen könnte, was er anfassen darf.

Datenschutz fängt nicht bei der Erklärung auf der Website an. Er fängt bei der Frage an, was du überhaupt hast. Fang mit einer Zeile an: dem Formular auf deiner Startseite.

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09.09.2026Wenn dein Anbieter morgen zumacht — kannst du deine Daten noch lesen?

Wenn dein wichtigster Anbieter morgen zumacht — kannst du deine Daten dann noch lesen?

Die meisten sagen ja und meinen damit: «Es ist ja alles gesichert.» Gesichert ist es meistens auch. Nur liegt die Sicherung im System des Anbieters, in einem Format, das nur dieses System öffnet. Das ist eine Kopie im selben Sinn, in dem ein Ersatzschlüssel im abgeschlossenen Auto ein Ersatzschlüssel ist.

Der Unterschied ist das Format, nicht der Ort. Eine Rechnung als PDF kannst du in zehn Jahren noch öffnen. Ein Datenbankabzug, den nur die Software des Anbieters versteht, ist genau so lange etwas wert, wie es diese Software gibt. Bei Verträgen, Buchhaltung und Kundendaten ist das der Unterschied zwischen einem Archiv und einem Versprechen.

Bei uns liegen Mailarchiv und Dokumente in offenen Formaten auf eigenen Servern, und gesucht wird darin auf eigener Hardware — dieselbe Suche lief auch am 4. September weiter, als die grossen KI-Dienste ausfielen.

Ehrlich, was uns betrifft: Wir mieten Blech bei einem Hoster, wir kaufen Cloud-Dienste zu. Der Unterschied ist, dass bei jedem vorher entschieden ist, wie die Kopie aussieht und wie lange der Umzug dauert.

Der Test dauert zehn Minuten und du kannst ihn heute machen: Nimm ein System, exportiere alles, öffne die Datei auf einem anderen Rechner. Geht sie nicht auf, hast du keine Kopie — du hast ein Abonnement.

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08.09.2026Wem gehört der Login, mit dem deine Firma arbeitet?

Wem gehört der Login, mit dem deine Firma jeden Morgen anfängt?

Die meisten müssen kurz überlegen. Der Zugang hängt an einem Konto bei einem grossen Anbieter, das Konto hängt an einer Mailadresse, und die Mailadresse hängt am selben Anbieter. Solange alles läuft, merkt das niemand. Es fällt an dem Tag auf, an dem ein Konto gesperrt wird — und dann ist es keine IT-Frage mehr, sondern eine Betriebsfrage.

Ein Beispiel, das gerade viele in der Schweiz betrifft: Im Kanton Zürich lief am 1. September die Frist ab, sich bei justitia.swiss zu registrieren — der Plattform für den elektronischen Rechtsverkehr. Die Anmeldung läuft über AGOV. Der bequeme Weg dorthin ist eine App, die auf Google-Diensten aufsetzt. Wer die nicht will, nimmt einen Sicherheitsschlüssel zum Anstecken; es gibt ihn ab rund 26 Franken, und gebaut wird er unter anderem in der Schweiz. Der eine Weg ist bequem, der andere hängt an niemandem. Beide funktionieren.

Das ist der ganze Punkt: Souveränität ist keine Frage, wo etwas steht. Sie ist die Frage, ob dein Zugang überlebt, wenn du das fremde Konto verlierst.

Ehrlich, was uns betrifft: Unsere Domains liegen bei einem US-Registrar, und unsere Sichtbarkeit auf LinkedIn ist gemietet wie bei allen anderen. Der Unterschied ist nicht, dass wir das vermeiden — wir wissen bei jedem Punkt, wie wir da wieder wegkommen und wie lange es dauert.

Der erste Schritt kostet eine halbe Stunde: Schreib auf, wer welchen Zugang hat — Menschen und Maschinen in derselben Liste. Daneben, pro Zeile, an welchem fremden Konto dieser Zugang hängt. Die Zeilen ohne Antwort sind die guten.

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07.09.2026Wie lange stehst du still, wenn dein Anbieter abstellt?

Wie viele Tage steht deine Firma still, wenn dein wichtigster Anbieter morgen abstellt?

Kaum jemand kennt diese Zahl. Sie steht in keinem Vertrag, sie taucht in keinem Budget auf, und gefragt wird sie meistens an dem Tag, an dem es zu spät ist. Am 4. September war so ein Tag: ChatGPT, Claude und Grok fielen weltweit gleichzeitig aus.

In der Geschäftsleitung zählt an so einem Tag nur, wie schnell du ohne diesen Anbieter wieder arbeitest. Ein Tag ist ärgerlich. Zwei Wochen sind ein Geschäftsrisiko — und der Unterschied zwischen beidem ist keine technische Frage, sondern eine Entscheidung, die vorher jemand getroffen haben muss.

Bei uns lief an diesem Donnerstag weiter, was im eigenen Haus rechnet: die Mail-Einsortierung, die Suche im Firmenarchiv, das Diktat. Seit Juli ohne Unterbruch. Nicht weil wir Cloud-Dienste meiden — wir kaufen sie selber zu — sondern weil bei jedem vorher entschieden ist, wie lange wir ohne ihn auskommen.

Der Test dauert zehn Minuten und braucht keinen Berater: Schreib deine fünf wichtigsten Dienste auf. Daneben, für jeden, eine Zahl — wie viele Tage, bis ihr ohne ihn wieder arbeitsfähig seid. Die Zeile mit der grössten Zahl ist dein nächstes Projekt.

Welche Zahl steht bei dir zuoberst? Schreib uns zwei Zeilen — wir sagen dir, was sich davon in vier Wochen halbieren lässt.

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05.09.2026Die Belegjagd fällt aus

Woran hängt ein Halbjahresabschluss? Nicht an der Buchhaltung.

An den Belegen, die noch fehlen. Kreditkartenbelege, Abo-Rechnungen, Spesen — jeder in einem anderen Portal, hinter einem anderen Passwort. Der Treuhänder wartet nicht auf Zahlen, er wartet auf Papier. Und das Einsammeln kostet dich einen halben Tag, den du nicht hast.

Diesen Montag stand diese Liste bei uns an. Abgearbeitet hat sie ein Agent, in einem einzigen Durchlauf: bei drei Portalen angemeldet — ohne ein einziges Passwort zu sehen, die bleiben im Tresor. Das eigene Mail-Archiv nach Rechnungen durchsucht, 34 Belege zusammengetragen, alle gleich benannt (Datum, Anbieter, Betrag), abgelegt, wie der Treuhänder es will. Und gemeldet, welche zehn Posten noch fehlen — statt dass es im Oktober jemandem auffällt.

34 Belege, 90 Minuten, null Passwörter gesehen. Der einzige Handgriff von Menschenhand: die Antwortmail an den Treuhänder prüfen und GO sagen. Der Samstag gehört wieder dir.

Was steht auf deiner Abschluss-Pendenzenliste? Schreib uns zwei Zeilen — wir sagen dir, was sich davon abgeben lässt.

Zum Durchblättern — die fünf Seiten dazu:

Seite 1: Woran hängt dein Halbjahresabschluss?

Seite 2: Die Pendenzenliste vom Treuhänder

Seite 3: Diesen Montag hat das ein Agent erledigt

Seite 4: Ein Ordner, fertig sortiert

Seite 5: 90 Minuten Agent, ein GO vom Menschen

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04.09.2026Wer schützt deine Passwörter vor deiner AI?

Wer schützt deine Passwörter vor deiner AI?

Du meldest dich zehnmal am Tag an. Passwort, Face ID, Fingerabdruck — sonst läuft nichts. Selbstverständlich.

Und dann lässt du einen AI-Agenten für dich arbeiten. Der braucht dieselben Konten: Mail, Buchhaltung, Kundendaten. Die meisten geben ihm dafür einfach die Passwörter.

Bei uns sieht der Agent nie eines. Er fragt an, ein Mensch gibt frei, ein Tresor füllt aus. Der Agent bekommt das Ergebnis, nicht den Schlüssel. Und der Tresor steht auf eigenen Servern, in der Schweiz.

Das ist kein Sicherheits-Schmuck. Das ist die Bedingung dafür, dass ein Agent überhaupt an echte Systeme darf. Wie das funktioniert: AI ohne Schlüssel.

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03.09.2026Warum musst du dreimal telefonieren, um einen Preis zu erfahren?

Warum musst du dreimal telefonieren, um einen Preis zu erfahren? Musst du nicht.

Der übliche Ablauf: Formular ausfüllen. Zwei Tage später ruft jemand an und stellt Fragen. Dann ein Termin. Dann die Offerte. Du wolltest eine Zahl, bekommen hast du einen Verkaufsprozess.

Wir haben uns gefragt, warum wir das selbst so machen sollten — und keine gute Antwort gefunden. Also steht der Preis auf der Website. Acht Fragen, 60 Sekunden, ehrliche Spanne, direkt am Bildschirm. Kein Rückruf, kein Verkaufsgespräch.

Ein Preis, den man erst nach zwei Sitzungen erfährt, ist kein Preis. Das ist eine Verhandlungsposition. Probier es aus: Webanalyse-Rechner.

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02.09.2026Wie schnell findest du einen Vertrag von 2019? Ehrlich.

Wie schnell findest du einen Vertrag von 2019? Ehrlich.

Erst der Ordner auf dem Laufwerk. Dann die Mail-Anhänge. Dann fragst du die Kollegin, ob sie noch weiss, wo das lag. Nach zwanzig Minuten hast du eine Datei — und bist nicht sicher, ob es die letzte Fassung ist.

Diese zwanzig Minuten kosten nichts, sagt die Buchhaltung. Sie kosten nur jeden Tag, bei jedem, und niemand verrechnet sie.

Bei uns tippt man die Frage in den Firmen-Chat und bekommt die Antwort mit Quellenangabe. Eine Minute. Auch für Papier: aufs Scannerglas legen reicht, eine Minute später ist es befragbar.

Fang mit einem einzigen Ordner an, nicht mit dem ganzen Archiv. Der Rest kommt von selbst, sobald das erste Mal jemand etwas findet. Wie wir Altbestände angehen: Altlasten.

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01.09.2026Wer besucht deine Website wirklich? Dein Tool weiss es nicht.

Wer besucht deine Website wirklich? Dein Tool weiss es nicht.

500 Besucher diesen Monat, sagt das Dashboard. Klingt gut. Nur: Ein Teil davon sind Bots, die niemand herausrechnet. Ein anderer Teil hat den Cookie-Banner weggeklickt und taucht gar nie auf. Und die Daten liegen bei einem Werbekonzern in den USA.

Übrig bleibt eine Zahl, auf die du keine Entscheidung stützen kannst. Trotzdem steht sie in jedem Monatsreport.

Es geht anders: anonym zählen, ehrlich auswerten, gehostet in der Schweiz. Ohne Banner, weil es nichts einzuwilligen gibt. Genau so messen wir unsere eigene Website — die Zwei-Monats-Bilanz vom Sonntag ist damit entstanden.

Wie viele deiner Marketing-Zahlen würdest du unterschreiben, wenn du wüsstest, wie sie entstanden sind? Rechner und Paket: Webanalyse.

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August 2026

31.08.2026Wie viele Stunden kostet dich ein einziger Blogbeitrag?

Wie viele Stunden kostet dich ein einziger Blogbeitrag? Mit Bild, Ton und Verteilung in alle Kanäle.

Schreiben ist das Wenigste. Danach kommt das Bild. Dann die Hörfassung. Dann viermal dasselbe in vier Kanäle, jedes Mal anders zugeschnitten. Ein halber Tag — und der Text war nach einer Stunde fertig.

Bei uns ist das ein Auftrag. Der Beitrag, sein Bild, die Hörfassung, die Meldungen in den Kanälen: dieselbe Maschine, ein Durchlauf. Auch dieser Eintrag hier wurde von ihr eingeplant — Wochen im Voraus, an einem einzigen Planungstag.

Wir verkaufen nichts, was bei uns nicht im Tagesbetrieb läuft. Wie das für dein Marketing aussieht: Kanäle, die dir gehören.

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30.08.2026Was kostet in einem Streitfall am meisten? Nicht der Anwalt.

Was kostet in einem Streitfall am meisten? Nicht der Anwalt. Das Sortieren.

Ein Ordner. 2’400 Seiten. Vier Jahre Verlauf. Verträge, Nachträge, Rechnungen, Mailwechsel, ein paar Fotos vom Handy. Bevor irgendjemand über Recht und Unrecht spricht, muss das jemand lesen und in eine Ordnung bringen. Diese Arbeit wird nach Stunden abgerechnet — und sie ist die langweiligste im ganzen Verfahren.

So sieht der Ordner aus, nachdem eine Maschine jede Seite gelesen hat:

  • 12 Verträge und Nachträge, davon 3 ohne Unterschrift
  • 87 Rechnungen und Zahlungsbelege, 4 davon doppelt verbucht
  • 1’930 E-Mails im Verlauf, 61 davon zur Sache
  • 220 gescannte Seiten, teils von Hand geschrieben, alle gelesen

Interessant wird es dort, wo aus Dokumenten eine Reihenfolge wird. Tag 0 sagt die Gegenseite die Lieferung schriftlich zu. Tag 14 relativiert sie das in einer Mail — widerruft aber nie. Tag 31 zahlt sie eine erste Rate, ohne Vorbehalt. Tag 96 mahnt sie, gestützt auf einen Nachtrag, den nur eine Seite unterschrieben hat. Tag 214 liegt das Rechtsbegehren im Briefkasten, gestützt auf genau die Zusage von Tag 0.

Am Ende steht kein Ordner, sondern ein Verzeichnis. Nummeriert, zitierfähig, jede Zeile mit Fundstelle. Nr. 9 ist der einseitige Nachtrag. Nr. 12 ist der Zahlungsbeleg, der ihm widerspricht. Dein Anwalt fängt dort an, wo er sonst nach zwei Wochen wäre.

Der Fall oben ist erfunden. Namen, Daten und Beträge stimmen mit keinem echten Dossier überein — die Arbeitsweise schon. Und das Wichtigste daran: die Akte verlässt das Haus nicht. Keine Verträge, keine Kundendaten, keine Lohnabrechnungen gehen an einen Anbieter im Ausland.

Dasselbe funktioniert ausserhalb vom Recht genauso: eine Buchhaltung gegenlesen, Belege zu Zahlungen zuordnen, herausfinden, wer wann was zugesagt hat.

Hast du so einen Ordner liegen? Schreib uns, was drin ist — wir sagen dir, was sich daraus machen lässt.

Zum Durchblättern — die fünf Seiten aus dem Fall:

Seite 1: Was kostet in einem Streitfall am meisten? Nicht der Anwalt.

Seite 2: Der Ordner in Zahlen

Seite 3: Wer hat wann was gesagt — die Chronologie

Seite 4: Das zitierfähige Verzeichnis

Seite 5: Die Akte verlässt das Haus nicht

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29.08.2026Wie viele Software-Abos bezahlt deine Firma? Mehr, als sie nutzt.

Wie viele Software-Abos bezahlt deine Firma? Mehr, als sie nutzt.

Pro Kopf. Pro Monat. Pro Modul. Dazu das Werkzeug, das nur eine Person wirklich braucht, und das andere, das seit dem Projektende von 2023 stillschweigend mitläuft.

Die Rechnung wächst leise, weil Aufräumen niemandes Job ist. Und weil jede einzelne Position zu klein ist, um jemandem aufzufallen.

Wir bauen Firmen ihre Werkzeuge selbst. Einmal, passgenau, ohne Abo pro Klick. Auf eigenen Servern, in der Schweiz. Das lohnt sich nicht bei jedem Werkzeug — aber bei den drei, vier, die den Alltag tragen, fast immer.

Der erste Schritt kostet eine Stunde: Liste alle Abos auf, sortiert nach «wird genutzt» und «wird bezahlt». Die Differenz ist dein Budget für den Umbau. Wie wir das angehen, steht unter Altlasten.

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24.08.2026Morgen sperrt LinkedIn dein Konto. Und jetzt?

Morgen sperrt LinkedIn dein Konto. Und jetzt?

Alles weg. Die Follower, die du in Jahren aufgebaut hast, waren nie deine — du hast sie gemietet. Die Adressen kennst du nicht.

Ein Newsletter gehört dir. Eine eigene Website gehört dir. Der Rest ist Schaufenster, und Schaufenster kann man kündigen.

Wie wir das bei uns gelöst haben — Nabe und Speichen, was uns gehört und was wir nur leihen — steht im Beitrag Kanäle, die dir gehören. Die Prüffrage für deine Firma: Wenn dein wichtigster Kanal morgen die Regeln ändert — was bleibt dir?

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22.08.2026Wo fängt deine Firma mit AI an? Klein.

Wo fängt deine Firma mit AI an? Klein.

Nicht mit der Strategie, die ein halbes Jahr dauert. Nicht mit dem Werkzeug, das alles kann und das nach drei Monaten niemand mehr öffnet.

Nimm den einen Prozess, der dich heute nervt. Posteingang. Offerten. Ablage. Vier Wochen, ein messbares Ergebnis — dann den nächsten.

Der Grund ist unromantisch: Einen kleinen Prozess kann man vollständig verstehen. Ein Grossprojekt nicht. Und was man nicht versteht, kann man nicht automatisieren, sondern nur einkaufen.

So wird eine Firma AI-nativ — Schritt für Schritt, nicht auf einen Schlag. Welcher Prozess nervt dich diese Woche am meisten? Das ist deiner.

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21.08.2026Kreditkartenabrechnung schon gemacht? Bei uns automatisch.

Die Kreditkartenabrechnung kommt, und die Belege dazu liegen überall: im Postfach zwischen Newslettern, als Scan, irgendwo in der Ablage. In jeder Firma sucht dann jemand eine Stunde.

Bei uns macht das eine Grafikkarte im eigenen Büro. Sie liest Betrag, Datum und Absender aus der Mail, legt den Beleg dorthin, wo er hingehört — 1,3 Sekunden pro Beleg. Kein Beleg verlässt das Haus.

Das ist kein Versprechen, sondern gemessen — auf unserer eigenen Buchhaltung, jede Antwort von Hand geprüft: Felder herauslesen 97 % exakt, 100 echte Mails einsortieren 92 % richtig, Papierbelege abtippen 92,9 %. In 4 von 5 Disziplinen lag die Grafikkarte vor Claude Fable 5, dem Spitzenmodell aus der Cloud. Alle Zahlen und alle Haken stehen im LAB-Report von gestern.

Willst du das für deine Firma? Ich begleite dich gerne zu diesem Resultat.

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07.08.2026Webanalyse ohne Cookie-Banner — jetzt als Leistung

Der mit Abstand meistdiskutierte Beitrag unserer Kanäle war keine Produktankündigung, sondern ein Bauentscheid: diese Website hat keinen Cookie-Banner. Gestern ist dazu der ausführliche Beitrag erschienen — wie das technisch und rechtlich funktioniert, und was man bewusst aufgibt.

Die häufigste Rückfrage seither, öffentlich wie privat: «Geht das auch bei uns?» Die Antwort ist in den meisten Fällen: ja. Der Banner ist nur dort Pflicht, wo Besucher verfolgt werden — wer stattdessen anonym zählt, hat nichts zu fragen. Was für bessere Inhalte und messbares Marketing nötig ist, liefert eine cookielose Messung vollständig.

Deshalb gibt es das jetzt als Leistung: Webanalyse ohne Cookie-Banner — selbst gehostete Analyse (Umami) auf Schweizer Hosting oder eurer eigenen Infrastruktur, Umzug von Google Analytics inklusive, am Ende verschwindet der Zustimmungsdialog. Zum Fixpreis, eingerichtet so, wie wir es selbst betreiben — diese Website ist die Referenz.

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05.08.2026Zwei Drittel unserer «Besucher» waren Maschinen

Unser Dashboard meldete Besucher aus den USA — nachts um zwei. Beim genaueren Hinsehen: Chrome auf «Windows 7», null Sekunden Verweildauer, und sämtliche Zugriffe aus demselben Azure-Rechenzentrum in Virginia.

Also haben wir eine Woche lang jede einzelne Session geprüft. Ergebnis: 107 «Besuche» laut Rohzählung — 29 Menschen. Zwei Drittel unseres Traffics waren Crawler, die JavaScript ausführen und damit jeden üblichen Bot-Filter passieren. Im KI-Zeitalter ist das der Normalfall: Maschinen lesen für Maschinen, und die Statistik zählt sie brav als Publikum.

Unsere Konsequenz: Wir zählen seither engagement-basiert. Als Mensch gilt eine Session erst ab zehn Sekunden Verweildauer oder einer echten Interaktion — und der wöchentliche Rapport weist Bots und Menschen getrennt aus, mit Absicht. Kleinere Zahlen, aber wahre.

Möglich ist diese Prüfung überhaupt nur, weil wir unsere Messung selbst betreiben — cookielos, ohne Banner, jede Session einsehbar. Bei einer Blackbox-Statistik hätten wir den nächtlichen Windows-7-Besuchern nie auf den Zahn fühlen können. Warum das auch rechtlich der entspanntere Weg ist, erzählt diese Woche der Blog.

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Juli 2026

31.07.2026Jede Arbeitsstunde weiss selbst, zu welchem Projekt sie gehört

Neben dem Monitoring-Punkt in unserer Taskleiste steht eine Zahl: die Arbeitsstunden von heute, live mitgezählt. Niemand hat dafür eine Stoppuhr gestartet — und niemand wird am Freitag einen Stundenzettel rekonstruieren müssen.

Das Prinzip dahinter ist bestechend einfach: Gearbeitet wird immer im Verzeichnis des jeweiligen Projekts — also weiss jede Arbeitssession von selbst, wohin sie gehört. Ein kleiner Dienst wertet die Arbeitsprotokolle stündlich aus und führt das Buch: Stunden pro Projekt, Ansatz, und — weil bei uns ein KI-Agent mitarbeitet — auch dessen Kosten, tokengenau dem richtigen Projekt zugewiesen. Kein Timer, kein Nachtragen, keine Schätzungen am Monatsende.

Das Wochenbild liefert ein Dashboard: welches Mandat wie viele Stunden bekam, was die KI dabei gekostet hat, was abrechenbar ist. Die ehrliche Antwort auf «Was kostet eine KI-Stunde wirklich?» steht damit jederzeit drin — nicht als Bauchgefühl, sondern als Buchung.

Für Kunden heisst das: Abrechnungstransparenz, die nicht auf Erinnerung beruht. Wie das im Alltag aussieht, zeigt die Station «Der Rechner passt mit auf» in unserer neuen Seite So arbeiten wir — die Stundenzahl ist dort im Taskleisten-Bild bereits zu sehen.

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29.07.2026Unser Server blockt Angreifer, die ihn nie angegriffen haben

Fünfzehn Jahre lang hiess der Standard-Türsteher für Linux-Server fail2ban: Er liest die eigenen Logs, zählt Fehlversuche und sperrt, wer zu oft an der Tür rüttelt. Solide — aber er kennt nur die Angreifer, die bei uns anklopfen.

Diesen Monat haben wir ihn auf unserer Flotte durch CrowdSec ersetzt. Das Prinzip ist dasselbe, mit einem entscheidenden Zusatz: Erkannte Angriffe werden — als reine IP-Meldung, ohne Logs oder Inhalte — mit einer weltweiten Community geteilt, und im Gegenzug bezieht der Server die Sperrliste aus allen Meldungen. Wer irgendwo auf der Welt auffällig wurde, wird bei uns abgewiesen, bevor der erste Versuch überhaupt gelingt. Nachbarschaftswache statt Einzelkämpfer.

Der Umstieg war unspektakulär — bis auf zwei Stolpersteine, die wir gerne weitergeben: Die lokale API wollte denselben Port wie ein Docker-Dienst (Abhilfe: Port verschieben, dann erst den Firewall-Bouncer installieren). Und das aktuelle Debian schreibt kein klassisches auth.log mehr — der Einrichtungsassistent erkennt das und liest stattdessen korrekt das System-Journal.

Warum kein Virenscanner, kein schwergewichtiges Intrusion-Detection-System, und was eine Ein-Personen-Flotte wirklich braucht — die grössere Sicherheits-Geschichte folgt als eigener Blogbeitrag.

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22.07.2026Der erste Alarm kam nach neunzig Sekunden — und war echt

Seit dieser Woche zeigt die Taskleiste des Notebooks einen kleinen Punkt: grün heisst, auf unserem Server ist alles in Ordnung. Rot heisst, etwas ist kaputt — und eine Computerstimme sagt es zusätzlich laut an, damit es nicht im Augenwinkel verhungert.

Der Prüfdienst schaut alle zwei Minuten nach den Diensten, den Festplatten und dem nächtlichen Backup. Neunzig Sekunden nach der Inbetriebnahme kam der erste Alarm — und er war echt: Das Backup der letzten Nacht war fehlgeschlagen. Still und unbemerkt — die Sicherung selbst war da, aber der Aufräumschritt hing an einer verwaisten Sperre vom Vorabend fest.

Ohne den Punkt hätten wir das erst gemerkt, wenn wir das Backup gebraucht hätten. Also im dümmsten aller Momente. So war es nach fünf Minuten repariert und gegen Wiederholung gehärtet.

Selbst gehostet heisst selbst verantwortlich — aber nicht allein: Der Rechner passt mit auf. Wie die ganze Kette funktioniert, vom Prüfskript über das VPN bis zur Sprachausgabe, erzählen wir demnächst ausführlicher im Blog.

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20.07.2026Sonntags auch im Postfach

Seit Anfang Juli existiert er schon, angekündigt haben wir ihn nie: unser Newsletter. Zeit, das nachzuholen.

Wer ihn abonniert, bekommt neue Blogbeiträge und die Sonntagsausgabe als E-Mail — mehr nicht. Keine «Angebote», keine dritte Partei, die mitliest: Die Liste läuft auf unserem eigenen Server (Listmonk, open source), die Mails verlassen unser eigenes Haus, und das Abo endet mit einem Klick auf den Abmeldelink. Double-Opt-in, versteht sich — niemand landet ungefragt auf der Liste.

Das Anmeldefeld findet sich unter jedem Blogbeitrag.

Und weil ein Newsletter mehr können soll, als Bestehendes nachzuliefern, arbeiten wir an einem kleinen Vorsprung: Abonnenten lesen neue Beiträge künftig drei Tage vor allen anderen. Als Dankeschön — nicht als Bezahlschranke.

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18.07.2026Signiert wie ein NFT — nur ohne Blockchain

Seit dieser Woche trägt jede Notiz hier ein eigenes Punktraster-Bild. Was dabei fast beiläufig entstanden ist: eine kleine Werkserie. Deterministisch aus einem Seed generiert — gleicher Seed, gleiche Pixel, beweisbar reproduzierbar — und jedes Werk als Edition 1/1 deklariert.

Bei «digitale Kunstwerke, Edition, Echtheit» denken viele sofort an NFTs. Wir haben uns die Frage ernsthaft gestellt — und uns dagegen entschieden. Denn was ein NFT technisch beweist, sind genau drei Dinge: wer ein Werk ausgegeben hat, wann, und wem es gehört. Alle drei gehen ohne Blockchain:

Wer: Jedes Werk hat ein Provenienz-Statement (Titel, Edition, Seed, SHA-256-Prüfsumme), signiert mit einem Ed25519-Schlüssel. Der öffentliche Schlüssel liegt auf dieser Website — die Prüfung ist ein Einzeiler mit Bordmitteln (ssh-keygen -Y verify).

Wann: Die Prüfsummen stehen in unserer Git-Historie, in Web-Archiven — und ab sofort in jedem Eintrag unseres RSS-Feeds. Tausende Feed-Reader und Archive werden so zu unabhängigen Zeitzeugen. Das ist das alte Notariatsprinzip «Anzeige in der Zeitung», nur maschinenlesbar.

Wem: Besitz wechselt per signiertem Übertragungs-Statement — so, wie der Kunstmarkt Fotografie und Videokunst seit Jahrzehnten handelt: Echtheitszertifikat statt Token. Die Knappheit garantiert nicht Mathematik, sondern Reputation. Bei einer Marke, die auf Nachvollziehbarkeit gebaut ist, ist das kein Nachteil.

Das vollständige Verzeichnis — jedes Werk mit Seed, Prüfsumme und Signatur — steht ab jetzt unter analytikdata.ch/works.

Und sollte Tokenisierung je sinnvoll werden: Die signierten Statements sind exakt die Metadaten, die ein Mint bräuchte. Wir verlieren nichts, wenn wir später entscheiden.

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17.07.2026Uns gibt es jetzt auch auf den offenen Netzen

Kurze Durchsage in eigener Sache: Diese Notizen — und die Blogbeiträge — erreichen Sie ab sofort auch ausserhalb der grossen Plattformen.

Bluesky: @analytikdata.ch — unsere Domain ist dort der Benutzername. Die Identität steckt im Protokoll, nicht in einem gekauften Häkchen.

Fediverse/Mastodon: @aktuell@social.anadat.ch — kein Konto auf einer fremden Plattform, sondern eine eigene Instanz: ein Knoten des Netzwerks, den wir selbst betreiben.

RSS: /news/rss.xml für diese Notizen, /blog/rss.xml für den Blog — für alle, die Feeds nie aufgegeben haben. Zu Recht.

Es gibt dort nichts Exklusives und keine Wechselpredigt. Es sind dieselben Inhalte, verteilt von einem kleinen Dienst auf unserem eigenen Server — niemand tippt sie zweimal ab, und kein Algorithmus sortiert sie um.

Warum wir auf Kanäle setzen, die uns gehören — und was das für eine kleine Firma praktisch bedeutet —, wird Ende August ein eigener Blogbeitrag.

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15.07.2026Wenn der Rechner Pause macht, übernimmt die Marke

Der Bildschirmschoner auf diesem Rechner zeigt neuerdings das eigene Markenzeichen: das Punktraster-A, das Spalte für Spalte in ein D kippt und wieder zurück, begleitet von einer Scan-Linie — dieselbe Animation wie im Logo auf unserer Website, nur eben im Terminal statt im Browser.

Dazwischen tauchen die Piktogramme unserer Blogbeiträge auf, jedes in seiner Akzentfarbe:

Das schönste Detail: Der Bildschirmschoner kennt diese Zeichen gar nicht. Er liest sie beim Start aus demselben System, das unsere Blog-Cover erzeugt. Erscheint ein neuer Beitrag, läuft sein Zeichen ab dem nächsten Leerlauf über den Bildschirm — ohne dass jemand etwas nachpflegt.

Aufwand: gut 250 Zeilen Python, an einem Nachmittag zusammen mit dem KI-Agenten gebaut. Auch das Video oben ist nicht abgefilmt, sondern aus derselben Szenen-Logik gerendert wie der Bildschirmschoner selbst — die beiden können gar nicht auseinanderlaufen.

Warum der Aufwand für ein Leerlaufbild? Weil der Arbeitsplatz die meistgesehene Fläche einer kleinen Firma ist — im Café, im Termin, auf jedem Screenshot. Wie weit man dieses Prinzip treiben kann, wenn das ganze Erscheinungsbild als Code vorliegt, dazu bald mehr im Blog.

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13.07.2026Diese Website hat keinen Cookie-Banner

Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen — wahrscheinlicher aber nicht, und genau das ist der Punkt: Diese Website hat keinen Cookie-Banner.

Kein Versehen und keine Rechtslücke, sondern ein Bauentscheid. Der Banner ist nur dort Pflicht, wo eine Einwilligung nötig ist — und eine Einwilligung ist nur dort nötig, wo Besucher verfolgt werden. Wir verfolgen niemanden: keine Werbe-Cookies, kein Fingerprinting, keine Drittanbieter-Skripte.

Was wir trotzdem wissen: welche Seiten gelesen werden, woher Besucher kommen, welche Kampagne funktioniert. Das misst eine selbst gehostete, Cookie-lose Analytics-Lösung — anonym gezählt statt persönlich verfolgt. Für bessere Inhalte reicht das vollständig.

Der angenehme Nebeneffekt: Der erste Eindruck dieser Website ist ihr Inhalt, nicht ein Zustimmungsdialog.

Wie das technisch und rechtlich genau funktioniert — und was man dabei bewusst aufgibt — erscheint demnächst als ausführlicher Beitrag im Blog.

Denselben Aufbau richten wir übrigens auch für Kunden ein: Webanalyse ohne Cookie-Banner.

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13.07.2026Eine News-App ohne App Store — gebaut an einem Abend

Unser Ticker — die automatische Spur aus eigenen Beiträgen, Sicherheits-Patches und Presse-Fundstücken — hat eine eigene Seite bekommen: mit Tages-Trennern, Filtern («nur Patches» geht direkt per Link) und einer Markierung, was seit dem letzten Besuch neu ist.

Und weil News dorthin gehören, wo man sie haben will, gibt es den Feed jetzt in jeder Form: als RSS für den Feed-Reader, als Newsletter in vier Geschmacksrichtungen (pro Beitrag, pro Notiz, täglich, wöchentlich — Anmeldung unten auf jeder Seite), über Fediverse und Bluesky — und als App: Wer analytikdata.ch/ticker auf dem Handy öffnet, kann sie auf den Homescreen installieren. Eigenes Icon, eigenes Fenster, funktioniert auch kurz offline.

Der Teil, der uns selbst überrascht hat: Die App war der kleinste Posten des Abends. Kein App Store, keine Freigabeprozedur, keine Abgabe an eine Plattform — das offene Web bringt die ganze App-Infrastruktur längst mit, die meisten Firmen nutzen sie nur nie. Ein Manifest, ein kleines Skript für den Offline-Moment, fertig. Die längere Geschichte dazu folgt im Blog.

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11.07.2026Raus aus der eigenen Statistik

Unsere Besucherzahlen sind ehrlich gesagt noch klein. Und genau dann fällt etwas ins Gewicht: Wer den ganzen Tag an der eigenen Website baut, ist ihr treuester Besucher. Jeder Deploy-Check, jeder Blick auf einen neuen Beitrag — alles landet in der Statistik und verzerrt sie.

Also: sich selbst ausschliessen. Bei klassischen Analytics-Diensten gäbe es dafür einen Opt-out-Cookie. Nur — wir tracken bewusst cookielos (Umami, selbst gehostet, keine Personenprofile). Kein Cookie-Banner für euch, aber eben auch: kein Cookie, in den man einen Opt-out schreiben könnte.

Die Lösung ist fast enttäuschend einfach. Der Umami-Tracker respektiert ein Flag im localStorage des Browsers:

localStorage.setItem('umami.disabled', 1);

Dafür gibt es jetzt eine kleine, nirgends verlinkte Seite: einmal pro Gerät besuchen, fertig — der Browser zählt nicht mehr mit. Ein Knopf macht es rückgängig. Und weil das Ganze nur Tracking abschalten kann, ist es auch kein Geheimnis: analytikdata.ch/opt-out steht jedem offen, der beim Lesen nicht gezählt werden möchte. Passt zur Haltung.

Warum wir überhaupt messen — und was man ohne Überwachung alles messen kann (und was bewusst nicht) — dazu bald mehr im Blog.

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10.07.2026Wenn das Lieblingsmodell verschwindet

Beim Planen unseres KI-Cockpits kam die unbequeme Frage auf: Was passiert, wenn das Modell dahinter eingestellt wird — oder wir in einem Jahr lieber ein anderes wollen? Vielleicht ein chinesisches, vielleicht ChatGPT.

Unsere Antwort hat zwei Teile.

Teil 1: Das Wissen gehört uns, nicht dem Anbieter. Alles, was unsere Agenten wissen müssen — Entscheidungen, Runbooks, Inventare, sogar das Langzeitgedächtnis des Agenten — liegt als Markdown in Git. Kein proprietäres Format, keine Anbieter-Cloud. Fällt der Agent von heute weg, liest der von morgen dieselben Dateien und macht weiter. Struktur schlägt Intelligenz — auch beim Abschied.

Teil 2: Der Anbieter wird eine Config-Zeile. Das API-Format von Anthropic ist inzwischen De-facto-Standard: Mehrere Anbieter (GLM, Kimi, DeepSeek) bieten kompatible Endpunkte an, Übersetzer wie LiteLLM holen den Rest dazu (ChatGPT, Gemini). Unsere Werkzeuge zeigen deshalb künftig nicht auf den Anbieter, sondern auf einen eigenen Gateway:

# Welches Modell antwortet, entscheidet unsere Config — nicht der Anbieter
ANTHROPIC_BASE_URL=https://unser-eigener-gateway

Ehrlich gesagt: Ganz ohne Bindung geht es nie — die Agent-Werkzeuge selbst kommen von einem Anbieter, und jeder Wechsel kostet Gewöhnung. Aber es ist der Unterschied zwischen Umzug und Enteignung. Own your stack heisst eben auch: own your exit.

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09.07.2026Neues Terminal, eine Taste bis zum Agenten

Auf diesem Rechner beginnt fast jede Arbeitssitzung gleich: Terminal auf, KI-Agent starten. Wenn der erste Befehl des Tages immer derselbe ist, sollte er genau einen Tastendruck kosten.

Deshalb begrüsst jedes neue Terminal jetzt mit einem kleinen Menü:

Ein frisches Terminal mit dem Quick-Launch-Menü: nummerierte Kurzbefehle von «paste clipboard» bis btop

Ziffer tippen, Enter, los. Technisch ist das unspektakulär — und genau das ist der Punkt. Es sind Bash-Aliase (ja, 1 ist ein gültiger Alias-Name) plus eine kleine Funktion, die das Menü nur in frischen Terminals anzeigt, nicht in verschachtelten Shells (hier gekürzt):

alias 1='claude --dangerously-skip-permissions'
alias 2='claude --continue --dangerously-skip-permissions'
alias 3='claude --resume --dangerously-skip-permissions'

quick_menu() {
  echo "Quick launch  (type ? to show again)"
  echo "  1  claude (skip permissions)"
  echo "  2  claude --continue (resume last session)"
  echo "  3  claude --resume (pick a session)"
}
alias ?='quick_menu'

[[ $SHLVL -le 1 ]] && quick_menu

Rund zwanzig Zeilen Bash. Der Agent hat sie selbst geschrieben, getestet (inklusive der Frage, welche Shell-Verschachtelungstiefe ein frisches Terminal unter Hyprland tatsächlich hat) und im Inventar dokumentiert — Aufwand: ein paar Minuten Zuruf im Chat.

Ein ehrlicher Hinweis gehört dazu: Taste 1 startet den Agenten im autonomen Modus, also ohne Rückfragen bei einzelnen Aktionen. Auf einer eigenen, verschlüsselten Maschine, auf der alles Wichtige in Git liegt, ist das ein bewusster Tausch von Kontrolle gegen Geschwindigkeit. Man sollte ihn bewusst machen — deshalb steht er hier.

Solche Handgriffe fallen bei uns täglich an. Einzeln sind sie zu klein für einen Blogbeitrag — deshalb gibt es ab jetzt diese Rubrik: kurze Notizen aus dem laufenden Umbau, ungefiltert und in Echtzeit. Die langen Geschichten erscheinen weiterhin im Blog.

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